Braun seit 1933: Nazis in den Gründerjahren der Republik


Im Neuanfang der Republik, gegründet auf einer autoritär-konservative Bruderschaft, wohnt der Geist des Bösen und verhöhnte die Überlebenden Opfer der Diktatur! (fulltext)

Mitte der 70iger Jahre, an einem Sommertag im Grunewald, mit dem Urenkel des Großadmiral aus dem ersten Weltkrieg unterwegs. Wir beide radelnd, wir passiere ein Pärchen mittleren Alters und ich bemerke vorlaut, die braune Gesichtsfarbe der beiden, der Mann antwortet schlagfertig: “Braun seit 1933!“ ich hätte nicht gedacht, wie viel Wahrheit in dieser Schlagfertigkeit verborgen war, ich sollte es Jahrzehnte später lernen. 

Die beiden Teile Deutschlands sind von einem antidemokratischen, zu tiefst autoritären Gründungsgeist geprägt, sie sind quasi auf gefährlichem Treibsand errichtet. In allen gesellschaftlichen Bereichen tummelten sich an entscheidenden Positionen Nazis, sie bestimmten den Ton in den Amtsstuben, ließen die Opfer auflaufen oder gar nicht erst zu Wort kommen – bis in die 70iger Jahre hinein. So bestimmten ehemalige Nazis, die an Schlüsselpositionen beschäftigt waren, die Abläufe und Regeln im Umgang mit den Verbrechen der Nazidiktatur. Sie hatten kein Interesse daran den Verfolgten und Opfern der Nazidiktatur die Anerkennung und Wertschätzung zu Teil werden zu lassen, um die jene baten, um u.a. die soziale Not im Alltagsleben abzumildern, als Folge ihrer Traumatisierung. Und nicht nur die Justiz und Polizeibehörden betraf dies, auch im Kultur- und Medienbetrieb saßen Leute in führenden Positionen, z.B. in Kunstakademien, die die Verbrechen der Diktatur verharmlosten. Für die Überlebenden erschreckend und eine neuerliche Demütigung. Konrad Adenauer rechtfertigte diese Zusammenarbeit mit ehemaligen Nazis mit einer Metapher: “So lange ich kein sauberes Wasser habe, verschwende ich doch kein schmutziges.”

Die Bundesrepublik hatte es beim Wiederaufbau des Landes mit einer “(…) – insgesamt und etwas grob gesprochen – autoritär-national-konservativen Bruderschaft zu tun (..). Ob das der politischen Kultur der Bundesrepublik richtig gut getan hat, mag man doch stark in Zweifel ziehen. Insbesondere deswegen, weil diese große Organisation so eng mit der Regierung kooperiert hat, praktisch unkontrollierbar, auch innenpolitisch”, so der Historiker Prof. Dietmar Henke (Unabhängige Historikerkommission Verfassungsschutz). 

Wie Nazi-braun waren die Gründerjahre der Republik wirklich?

  • Die ungeschminkte Wahheit, Spiegel 2012 (more)
  • Der Wiederaufbau Deutschlands mit Nazis, (more)
  • Große Lüge der grauen Männer der SZ,  (more)
  • Wissenschaftler streiten über die Rolle des Sportfunktionärs Carl Diem. (more)
  • Liste der ehemaliger NSDAP Mitglieder in Amt und Würden (more)
  • Der Mann hinter Adenauer – Die unheimliche deutsche Karriere des Dr. Globke (more)
  • Adenauers Regierungssprecher Felix von Eckhardt
  • Braunes Netzwerk BND ( Reinhard Gehlen – Der Meister-Spion und die Nazis), Prof. Dietmar Henke – Historikerkommission zur Aufarbeitung der BND-Geschichte. (link)
  • Mascha Kaléko und der Fontanepreis, Herbert von Butler und Hans Egon Holthausen.
  • Olaf Glöckner: “Die langen Schatten der Rosenburg” Uni Potsdam (link)
  • Eduard Dreher, erster Staatsanwalt in Insbruck während der Nazidiktatur, einflußreichender Strafrechtskommentator und Referatsleiter im Bundesjustizministerium der BRD – “Rechtsverdreher in eigener Angelegenheit” (link)

Vor 80 Jahren wurden im März 1933 endgültig die Weichen für das systematische Rauben, Plündern und Morden durch das NS-Terrorstaates gestellt. Die französischen Richter des Tribunal Général haben in ihrer Tillessen/Erzberger – Entscheidung vom 06.01.1947 in Rastatt allgemeingültig und für alle deutschen und Verwaltungsstelle sowie seit dem Inkrafttreten des Bonner Grundgesetzes entschieden, dass das NS-Terrorregime kein legal an die Macht gekommenes Regime gewesen ist, es keine verfassungskonforme Machtübernahme, sondern eine verfassungswidrige Machtergreifung durch den Usurpator und Massenmörder Adolf Hitler gewesen ist mit der einzigen denkbaren Folge, dass mit dem Tod des Massenmörders am 30.04.1945 und der bedingunglsosen Kapitulation des NS-Terrorregimes alles kodifizierte NS-Recht ersatzlos untergegangen ist. (link)

Ein Gedanke zu „Braun seit 1933: Nazis in den Gründerjahren der Republik

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