Frankfurter Notizen

Keine andere Gesellschaftsschicht ist so ängstlich und in seiner Angst zu solcher Unterwerfung bereit, wie der Mittelstand. Über dieses Milieu, auch Groß- bzw. Kleinbürgertum genannt, wurde viel geforscht und geschrieben (exemplarisch empfehle ich diesen ZEIT-Artikel vom 12.1.1973 „Faschismus und Bürgertum“).

In der Literatur des 20. Jahrhunderts war es vor allem Heinrich Mann, der diesem Menschentyp mit seinem berühmten Roman „Der Untertan“ ein Denkmal gesetzt hat. Der Antiheld Heßling wird im Roman „einerseits als Tyrann dargestellt, dem die Hierarchie der Gesellschaft des Kaiserreichs Macht verschafft, andererseits als Untertan, der von der „Zugehörigkeit zu einem unpersönlichen Ganzen, zu diesem unerbittlichen, menschenverachtenden, maschinellen Organismus“ geprägt ist und unter ihm leidet.“ (Wikipedia) Dieser Menschentyp war für das nationalsozialistische Regime unabdingbar.

Nun ist vor wenigen Monaten der neue Roman von Joachim Zelter erschienen: „untertan“.

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