Guten Morgen Palästina


Guten Morgen Palästina

Girlanden flattern im Wind, Jubel auf den Straßen von Gaza und Ram’allah. Rosen und Granatäpfel erblühen. Endlich beginnen die lang ersehnten Verhandlungen. Die palästinensische Fahne weht friedliebend neben der israelischen. PLO und Hamas sprechen mit einer Stimme. Abbas ist der unumstrittene Präsident aller Araber im Land der Philister. Die territoriale Grenzen werden bestimmt. Wirtschaftliche Verträge geschlossen. Die Zollunion und Währungsunion beibehalten. Einer träumt vom arabischen Dollar, der die ganze Region zwischen Euphrat und Nil eint. Die Korruption der Autonomiebehörde wird beendet, die verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen, die veruntreuten UN- & EU-Gelder den arabischen Bürgern auf der Westbank und in Gaza zurück gegeben. Die Administration der Hamas und Fatah rüstet ab. Die arabischen Frauen erhalten gleiche Rechte. Kinder behalten ihre Kindheit. Die Siedler in der Westbank sind nicht länger Feinde. Lasst sie siedeln, das Land bestellen und macht es ihnen nach. Die Exklusivität wird teilbar. Der 29. November markiert eine Zeitwende. Alle schlagen sich auf die Schenkel, weshalb sie nicht schon früher daran gedacht haben. Überall Bruderküsse. Alles wird gut -, endlich nach 60 Jahren hat die UN die palästinensische Frage gelöst. Ein neuer Staat ist geboren. Das Kind atmet selbständig -, es geht ihm gut, sein Apgar-Werte sind famos! Shalom & Salam’aleikum! Mein Wecker klingelt, ich wache auf, – ein Traum! 

Am 29.11.2012 hat in New York die 67. UN-Vollversammlung darüber entschieden, ob die Autonomiebehörde, die im Namen“Palästina“ sprechen will, den Beobachterstatus bekommt. Italien, Frankreich, Spanien und die meisten EU Staaten unterstützen den Antrag, die Tschechische Republik stimmte mit Nein, Polen, die Niederlanden, Großbritannien und Deutschland enthielten sich der Stimme. (FAZ Leitartikel(Wer hat wie gestimmt!)

Die Palästinenser werden morgen aufwachen und feststellen, dass sich in ihrem Leben wenig verändert hat.“ Susan Rice 

FAZ, Leser-Kommentar von Wolfgang Hebold,  29.11.2012
Da soll also ein künstliches Gebilde aufgewertet werden. Was für ein Unsinn. Es hat niemals ein Palästina und ganz sicher auch keine zwei gegeben. So wenig, wie es die Eifel zweimal gibt. Bis 1918 war das Gebiet osmanisch und zerfiel in einen wirtschaftlich erfolgreichen jüdisch besiedelten Westen und einen rückständigen Osten. Ab 1922 zauberte dann der Völkerbund ein Mandatsgebiet aus seinem Hut hervor, von dem der westliche Teil den Juden und der östliche Teil den Arabern zugesagt wurde. Nur strömten die meisten Araber zur Küste, weil es dort wirtschaftlich aufwärts ging. Keiner kam auf die Idee, von „den“ Palästinensern zu sprechen. 1947 wurde das Mandatsgebiet von der UNO geteilt und in einem Moment der Selbsterkenntnis lehnten die Araber die Teilung ab. Sie hätten auch nach einem Sieg über die Juden kein Palästina gegründet, sondern Jordanien hätte bis zur Küste gereicht. Und so sollte man es auch heute machen. Nur eben mit dem Jordan als Grenze zwischen Israel und Jordanien.

FAZ, Leser-Kommentar von Carolin Arcos, 29.11.2012; Hoffnungsloser Fall
Bei den Kommentaren hier erinnere ich mich noch gut an die naiv-dümmliche Begeisterung nach der Jasmin-Revolution im Iran, der Begeisterung über den demokratischen arabischen Frühling, die Parteinahme für syrische „Aktivisten“ oder optionell fuer Assad, die Begeisterung für den tollen Demokraten Mursi. Und nun hofft man auf einen friedlichen Pali-staat, und alles wird gut und wir gehen Hand in Hand dem Sonnenuntergang entgegen. Ist das nun Naivität oder Schlimmeres?

FAZ, Leser-Kommentar von Richard Löwe, 29.11.2012,
Palästinenser gibt es nicht, wie soll es da einen Staat geben? Das sind nicht meine Worte, sondern die Worte eines Hamas-Ministers im ägyptischen Fernsehen. „Palästinenser gäbe es nicht, er selbst sei Ägypter!“

@Benavra vom 30.11.2012

Erkenning van Palestina betekent volkenrechtelijk dat de VN een stuk Jordanie en een stuk Egypte onteigend heeft. Kleinigheidje. Kniesoor..

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