„Bauknecht weiß was Frauen wünschen“


What Do Women Want?

A big and expansive question,
nicht wirklich neu und es gibt viele gute Antworten darauf.

Bauknecht weiß was Frauen wünschen„,
denn der schwäbische Knecht, weiß wo nach seiner Hausfrau der Sinn steht.
Der Name ist Programm. „BK“, baut und erfüllt ganz praktische Wünsche, damit die Hausarbeit kein Handwerk mehr ist, weil dienstbare Helfer, mit Netzanschluss, nur noch an und ausgeschaltet werden müssen. Unserer Urgroßmütter würden diesen Luxus mit Staunen bewundern. Nie mehr den Teig für den Butterkuchen mit den Händen kneten, nie mehr im Teppichstaub klopfen, nur noch saugen.

Und schon an König Arthurs berüchtigter Tafelrunde, war die Frage Gegenstand einer Mutprobe über Loyalität und Männerfreundschaft. Wen wundert es, es war ein Rudel von Alphamännchen, die sich da wohl vor 1000 Jahren getroffen haben sollen, so die Legende. Lady Ragnell ist die Protagonistin dieses Schauspiels,  in dem „the big riddel“, was eigentlich gar kein richtiges Rätsel ist, sondern eine Frage, beantwortet wird, um den befangenen König und Lady Ragnell zu retten. Souveränität, ist die Antwort die gesucht wurde und dennoch scheint die Frage immer wieder von Neuem gestellt zu werden.  

Jetzt gibt es ein neues Buch des US amerikanischen Journalisten Daniel Bergner, und er will mit Mythen aufräumen und die Diskussion hat einen neuen Spin bekommen, auch weil der Guardian mit einem flotten Artikel dazu aufwartet, mit einem Bild voll von Bananen. Der ist ein Schelm, der böses dabei denkt. Bergner erzählt eine ganz andere Geschichte, eine Geschichte vom Begehren und der weiblichen Lust, er zitiert Studien und Interviews und er ergründet das Phänomen, dass mehr als 10 Millionen Frauen in GB das Buch Fifty Shades Of Grey gekauft haben. Er wagt die These: „Das der weibliche Sexualtrieb wohl möglich stärker sei, als der von Männern.“

Ja, wir Männer würden gerne die Gedanken der Frauen lesen können, wie in der Filmkomödie von Nancy Meyers, mit Mel Gibson und Helen Hunt aus dem Jahre 2000, um uns absolut sicher zu sein, was sich Frauen von ihrem Leben und von uns wünschen, was sie begehren jenseits von – „girls like diamants“. Bergner erlaubt uns Einblicke, die wir in unserem landläufigen Denken verleugnen, wenn er eine Frau mit dem Satz über ihre Lust zitiert „ich glaube, ich bin mehr wie ein Mann“. Offen bleibt, ob Bergner’s Illustrationen wirklich repräsentativ sind oder doch nur wieder einen speziellen Ausschnitt der Realität darstellt? Jede Vorstellung dient einem Interesse. Wer pflegt die Interpretationshoheit?

Sex sells! Die Vorstellungen über unserer triebhafte Steuerung bleiben nicht konsequenzlos. Wie gestalten Mann und Frau ihr Miteinander, wie deuten sie die Bedürfnisse des anderen? Bergner suggeriert, so verschieden sind Mann und Frau nicht, beide haben einen ausgeprägten Sexualtrieb, aber ist es auch das, was wir ausleben, denn das ist doch entscheidend, wie wir mit unseren Trieben umgehen und was wir damit erreichen wollen.

Natürlich wollen wir wissen, was Frauen begehren und wir wollen ihre Gedanken lesen können, wie Nick in Nancy Meyer’s Komödie, aber auch nur aus purem Eigeninteresse, weil es uns nervt in 9 von 10 Fällen, bei der Jagd nach dem ewig Weiblichen, abgewiesen zu werden.

Doch auch das Wissen um die Antwort auf das Rätsel bewahrte Sir Gawain nicht vor Trennung und Verlust. „Lady Ragnell geht und mit ihr geht auch ein Teil von ihm.“ Und
Bergner’s Antworten; was ist neu und machen sie uns zu
 besseren Womanizern? 

„Frauen-Versteher“ ist ein Schimpfwort unter den Alpha-Männern, wie auch der staubsaugende Mann unter den Alpha-Weibchen nicht sexy ist. Und Frauen wollen Väter, keine Vize-Mütter und Männer, die haben schon eine Mutter und brauchen genauso wenig eine Zweite.

To be a womanizer or not to be – that’s the question?

Suchen wir Männer eine Eva oder eine Lilith? Wie also geht es weiter, in diesem nie enden wollenden Filmepos, zwischen Männern und Frauen, à la James Bond oder John Wayne, à la Jack Nichelson oder Richard Gere, à la Clint Eastwood oder Robin Williams oder im Sinne von Strindberg’s Totentanz„?

Noch Fragen? #paarberatung  #VäterCoaching

One thought on “„Bauknecht weiß was Frauen wünschen“

  1. Nitya 2013/07/07 / 5:08 AM

    Es gibt das Gerücht, dass an Orten, an denen freie Sexualität angesagt war wie etwa in Poona oder auf dem Friedrichshof des Otto Mühl in den 70ern, die Männer sich in die Meditation oder auf die Bäume retteten, um sich vor den wild gewordenen Weibern in Sicherheit zu bringen. Außerdem sollen viele dieser Männer den Verlust ihrer Potenz beklagt haben. Wissenschaftich gesichert ist das nicht – wie gesagt, nur ein Gerücht. Aber manchmal ist ja an Gerüchten auch was dran.

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