Mr. Gott: Ich bin der Ich bin.


„Niemand kommt zum Vater, denn durch mich“. Was ein Q…., ich will ja niemand zu nahe treten, aber der Satz ist Mittel zum Zweck. Er verführt statt zu lösen, niemand der frei ist, kann schon der Weg, die Wahrheit und das Lebens selbst sein. Wenn doch, wir wissen wo es endet, im Wahnsinn. Denn wessen Leben, Wahrheit und Weg sind gemeint? Mein Weg, mein Leben und meine Wahrheit? In der Regel doch nicht, wie kämen sie auch dazu. Kein Weg führt zu meinem Vater, denn durch mich, wenn ich morgens in den Spiegel schaue, mich rasiere und die blitzende Klinge über mein Kinn und meine gespannten Mundwinkel ziehe. Bloß nicht zu viel Druck, sonst bin ich beschnitten. Und das macht mich zum Mann, zum Teil und soll mich binden? Ich liebe Bänder, bunte – an Sommerhüten, um Brüstungen geschnürt, schwere Vorhänge gefasst, um den weiß getünchten Raum, mit seinen hohen Decken, vor der Blickdichte zu schützen. Licht will Räume fluten – belichten. Bist du es selbst, das Licht?

„Denn durch mich“, so wird gesagt, findest du – , oder doch, weil ER sich mir in den Weg stellt, ER mich findet, sich mir zu erkennen gibt, sich bekennt, weil er benannt worden ist. Was aber wenn er unbenannt bleibt, weil der Akkord – „denn durch mich“ – gar nicht erklingt? Wer führt mich dann zu ihm? – Niemand. Wie so auch? Wer wenn nicht ich, sollte nun daran wirklich ein Interesse haben. Also, du bist es selbst, der Irrweg, der Tod und die Lüge.

„Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ und „die Kunst ist eine Lüge, die die Wahrheit offenbart“. Was ein Größenwahn, „denn durch mich“, entführt von einem Muster, das mich beansprucht, um mich zu demütigen, damit ich nicht meinen Weg, sondern ihren Weg gehe und um dann, wie in einem Labyrinth umher zu irren und nach Mutter und Vater brülle, satt selber zu machen.  „Selber machen“ statt eingemacht zu werden. Nimm dir einen Hammer und gehe deinen Weg, sei ein Mauerspecht. 

Wem diene ich, welcher Freiheit und welcher Vernunft? Der Dienst an G’tt, an Freiheit und Vernunft statt am Einzelnen. An der Tagesordnung sind Bevormundung statt Selbstbestimmung. Manipulation, im Namen der Liebe, der Freiheit und auch im Namen G’ttes. Instrumentalisiert statt authentisch –
Io sono, sono io.

nit möööglich!

brIch bin der Ich bin.


Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Niemand kommt zum Vater denn durch mich.
Joh. 14,6

Ist das nicht herrlich miss zu verstehen? Wer ist der Vater? Wer ist es, der spricht. Nun, zumindest vom Sprecher wissen wir, wer es ist. Jesus natürlich. Aber wissen wir es wirklich? Ich nehme ihn einfach mal beim Wort. Er stellt sich ja geradezu förmlich vor. Derjenige, der das sagt, nennt sich: „Der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ Das ist uns ja schon mal in der Bibel begegnet, aber für einen Augenblick muss ich an „Der mit dem Wolf tanzt“ denken, der Name, den die Indianer vom Stamm der Lakota dem First Lieutenant John Dunbar verpasst haben. Wie sie mich wohl genannt hätten? Vielleicht „Der lieber liegt als steht“? Also, es ist klar worum es geht: Die Namen beschreiben Tätigkeiten oder Eigenschaften des Namensträgers.

Ja, begegnet…

Ursprünglichen Post anzeigen 254 weitere Wörter

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s