„Ich werde nicht überwacht“ – Ein Selbstüberwachungsexperiment #feldforschung


Differentia

Ich werde nicht überwacht, auch dann nicht, wenn ich ein Terrorist wäre, werden wollte oder einer sein könnte. Der Beweis, dass keine Überwachung stattfindet, kann erbracht werden. Nämlich dadurch, dass ich versuche, mich verdächtig zu machen, und zwar so, dass ein angeblicher Überwacher auf mich aufmerksam werden müsste. Das schafft er aber nicht, weil ich mich so tarnen kann, dass er das, was ich mache, nicht verdächtig finden kann. Und das geht, indem ich – ein Soziologe – mich als einen Soziologen ausgebe, der versucht, sich als ein Terrorist auszugeben. (Ein Terrorist könnte das andersherum machen, indem er sich als einen Soziologen ausgibt, der sich als Terrorist ausgibt.)

Damit mein Überwacher auch etwas merkt, fange ich mit Recherchen zum Bombenbau an und veröffentliche meine Suchergebnisse. Das reicht natürlich nicht aus. Mit zwei Bekannten habe ich verabredet, einen Mailwechsel zu betreiben, indem wir uns über Anschlagsziele austauschen. Diese Mails werden ebenfalls…

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