The Art of Lying 2 – Diplomatie á la Merkel


Gestern noch, war es nur eine Frage. Heute kenne ich die Antwort. „Poverty is man-made“ Mandela 1918-2013

Wenn ich meine Staatszugehörigkeit danach bemessen würde, wie sehr ich hinter einer politischen Entscheidung eines Regierungschefs stehe, dann bin ich heute US-Amerikaner. Das politische Washington nimmt heute in Starbesetzung, an der Trauerfeier für Nelson Mandela in Johannesburg teil. 4 US Präsidenten haben sich auf den Weg gemacht, wie auch die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton. Sie alle zeigen ihre Ehrerbietung und erinnern mich an die Szene mit Caspar, Melchior und Balthasar. Sie bezeugen Respekt für ein vollendetes Leben, für einen wirklichen Freiheitskämpfer. Um so mehr staune ich über die Zurückhaltung des politischen Berlins auf den Tod von Neslon Mandela, Ich staune, dass die Kanzlerin, als die mächtigste Frau in Europa und wahrscheinlich auch in der Welt, nicht selbst zu den Trauerfeierlichkeiten nach Johannesburg fliegt und stattdessen ihren peinlichen und von ihr ungeliebten Grüßaugust auf die Reise schickt. Jener Mann, der meint Russland brüskieren zu dürfen, indem er vorgibt aus moralischen Gründen nicht zu den olympischen Winterspielen nach Sotchi fahren zu können. Staatsräson sind die Antrittsbesuche in Paris, London, Washington und Den Haag, wieso nicht auch in Moskau?

Was ist los? Wieso reist die Kanzlerin nicht nach Johannisburg?  Wieso meint sie dort durch Abwesenheit glänzen zu dürfen? Was kann wichtiger sein? Wer nicht da ist, gehört wohl auch nicht mehr dazu? Hat die Kanzlerin an Einfluss verloren, wer scheut hier wen? 

Die Uhren ticken in Berlin anders. Souveräne Außenpolitik sieht anders aus. Verstehe das, wer das verstehen will oder sollten das die ersten Vorboten der Abenddämmerung der hochgelobten Kanzlerin sein.Verliert sie an Bedeutung? War das Abhören ihrer Gespräche dann wohl doch berechtigt?

Es ist respektlos, dass die Kanzlerin nicht nach Johannisburg fliegt. Unter Freunden macht man das nicht. Wer Madibas Kampf gegen die Apartheit, in seiner ganzen Bedeutung versteht und ernst nimmt, der fährt zur Trauerfeier, gerade auch als Kanzlerin des neuen Deutschlands. Der Freiheitskampf der Ostdeutschen war dagegen ein Spaziergang,

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