Margarete Porète (1260 -1310) über die Liebe


Die Kluge und zauberhafte Gelehrte Marguerite Porète sagt über die Liebe: „Ich habe gesagt, ich wolle ihn lieben: Ich lüge, dies bin nicht mehr ich. Er allein ist es, der liebt – mich. Er ist und ich bin nicht mehr.
Nichts sonst ist mehr von Bedeutung als was er will und was ihm teuer ist.“
Ich empfehle den ganzen Text zu lesen (hier), denn er ist so stark und eindringlich, wie die Briefe des Paulus an die Korinther über die Liebe. „Spiegel der einfachen, zunichte gewordenen Seelen und derer, die einzig im Wunsch und der Sehnsucht nach Liebe verharren“ – Le mirouer des simples âmes anienties et qui seulement demeurent en vouloir et désir d’amour.

Das sind sehr kluge und weise Zeilen die da Marguerite Porète gegen Ende des 13. Jahrhunderts in Frankreich geschrieben hat. Sie wird an einem Pfingstmontag, des Jahres 1310, auf Betreiben scheinheiliger, päpstlicher Schergen der weltlichen Justiz übergeben und in Paris auf dem Place de Grève als unkooperative Ketzerin verbrannt. Lebendig verbrannt, weil sie es gewagt hatte, den Dualismus der kirchlichen Lehre zu ignorieren.
Es gibt nicht Gott und die Kreatur und die Kirche als allmächtigen Vermittler dazwischen, sondern: „Also bin ich, sofern ich bin, nur das, was Gott ist.“ (via Satyamnitya’s Blog)

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