Alles soll so bleiben, wie es ist


Mal von Coach zu Coach gesprochen. Niedergeschlagen und erschöpft, sind wir dann und wann, doch wenn es zum Dauerzustand wird und es nach der Ebbe (Traurigkeit) keine Flut (Freude) mehr gibt, dann haben sich die Niedergeschlagenheit, die Erschöpfung und die anhaltende Traurigkeit zu einem massiven inneren Konflikt ausgewachsen. Wer eine solche Form der Depression hat, braucht professionelle Hilfe und Unterstützung, bestenfalls gepaart mit einem allumfassenden stationären Aufentalt, auch um die medikamentöse Behandlung einzustellen. Gründe für eine Depression können sehr unterschiedlich sein.

Ein Dialog aus der Alltagssituation einer psychotherapeutischen Praxis, wie sie so auch, im Kontext eines Coachings, über all in Deutschand möglich ist. Patientin sitzt heulend in der Praxis.

Psychiater: „Wie geht’s, haben die Tabletten geholfen?
Patientin.:“Nein, ich vertrage die Medikamente nicht!“
Psychiater: „Vertragen sie nicht ..“
Patientin:“Ja, das Medikament verändert mich so!“
Psychiater: „Verändert sie so .. hab ich sie missverstanden? Alles soll so bleiben, wie es ist?“
Patientin: (wieder weinend) „Nein, aber gibt es denn gar nichts, was mich einfach wieder Freude empfinden läßt?“

Coachs, denen im Kontext ihrer Arbeit solch ein Formenkreis von Problemen begegnet, sollten umgehend die Bühne verlassen und ihren Klienten motivieren zum Arzt zu gehen. Ein gut aufgestellter Coach verfügt über ein geeignetes Netzwerk an Helferstrukturen, die er seinem Klienten vertrauensvoll weiter empfiehlt. Denn der Coachee ist krank und braucht dringend professionelle, d.h. ärztliche Hilfe und der Coach muss den Konflikt unterscheiden können und die Grenzen seiner Möglichkeiten kennen. Der Coach soll, wie auch der Therapeut sich nicht ins Drama seines Klienten verwickeln lassen, wenn er erfolgreich arbeiten will. Die aller erste Coachtugend ist sich deutlich abzugrenzen und seinen eigenen Helfertrieb gut unter Kontrolle zu behalten. Anderenfalls ist der Coach selbst hilfsbedürftig.

„Die Gründe für Depressionen sind vielfältig und ausführlich untersucht und auch noch nicht restlos geklärt. Die medizinische Forschung steckt Millionen in dieses Formenkreis der psychischen Erkrankung. Es gibt überzeugende Erklärungen, die hervorheben, dass während eines depressiven Schubs der Hirnstoffwechsel gestört ist. So geraten Serotonin, Noradrenalin und andere hormonelle Botenstoffe aus der Balance. Das Gefühlserleben und die Gedankenwelt sind hormonell beeinflusst. Deshalb sind Therapieansätze zielführend, die bei einer mittelschweren, bis sehr schweren Depressionen eine kontinuierliche Psychotherapie medikamentöse unterstützen, um den leidenden Patientenin aus dem Teufelskreis der Depression zu helfen.“

Der obige Dialog ist nicht frei erfunden und Ähnlichkeiten aus dem realen Leben sind nicht zufällig, weil auch aus der Beobachtungsposition eines Coachs nicht alles so bleiben soll, wie es ist. Oder gilt … „Bleib mir weg mit deiner Lösung sie wär‘ der Tod für mein Problem, jetzt laß‘ mich weiter darüber reden, es ist schließlich mein und nicht dein Problem!“ (via annette louisan)

  • Leitlinien zur Behandlung von Depressionen (awmf)

18 thoughts on “Alles soll so bleiben, wie es ist

  1. renyisanshou 2014/01/19 / 6:21 PM

    Mal von Mensch zu Mensch gesprochen ist es wohl ein bißchen umfassender und/oder anders als von Coach zu Coach gesprochen. Ich denke da mal so, ein Coach (ein Betreuer, ein Trainer) manipuliert beeinflusst sein Gegenüber/Klient/Coachee in dem Sinne, was der Coach für gut und richtig hält/erachtet und um seinen Profit zu machen, ohne das zunächst zum Thema zu machen: z.Bsp. eine Depression sei ein Problem, die Aussicht zu sterben sei ein Problem – fragt sich nur für wen alles.
    Die Gründe fürs Leben, Leiden und Sterben sind vielfältig und ausführlich untersucht und auch noch nicht restlos geklärt. Die medizinische Forschung der Pharmazie steckt Millionen in dieses Formenkreis der Problematisierung des Lebens, Leidens und Sterbens, um Milliarden Gewinn zu machen, was selbst zu einem erneuten Ungleichgewicht wird. Es gibt überzeugende Erklärungen, die hervorheben, dass der Mensch während eines Lebens ins Ungleichgewicht gerät und allerlei irrigen Gedanken Glauben schenkt, was auch auf den Stoffwechsel eines Körpers Auswirkungen hat. So geraten die unterschiedlichsten Stoffe aus der Balance. Das Gefühlserleben und die Gedankenwelt sind hormonell beeinflusst. Deshalb sind Therapieansätze zielführend, die bei mittelschweren, bis sehr schweren Ungleichgewichtszuständen jeglicher Art eine kontinuierliche vorbildliche Betreuung mittels Drogen (auch Medikamente sind Drogen!!!) unterstützen, um den leidenden Menschen wieder ins selbstständige selbstverantwortliche Gleichgewicht/Ausgewogenheit zu verhelfen.

    • LOB 2014/01/19 / 6:39 PM

      so was mag ich ja – wie erhellend. Es gibt solche und solche Berater. Je mehr er beeinflusst und steuert, desto weniger wird davon real. Das kann man bewusst einsetzen oder es unbewusst hinnehmen.
      Ein guter Coach macht sich nicht gemein mit seinem Auftrag. Er findet nichts gut und auch nichts schlecht.

      Wenn er nicht an seinen Gewinn denkt, an was denkt er dann? Wie will er dann den Ausgleich organisieren?

      • renyisanshou 2014/01/19 / 6:50 PM

        Eine mögliche Antwort gibt darauf Jean Klein in “Dein wahres Ich”, die ich unter der Überschrift:
        „Fixierungen vermeiden“ in meinem Blog http://renyisanshou.wordpress.com/ veröffentlicht habe, nachdem ich diesen Text bei Nitya ( http://satyamnitya.wordpress.com/2013/12/28/jean-klein-alles-wunschen-zielt-auf-den-zustand-der-wunschlosigkeit/ ) entdeckt habe:

        „Alle Disziplinen sind Fixierungen: Disziplin schließt alles aus, bis auf das Eine, auf das man sich konzentrieren will. Damit errichtet man eine Diktatur über sich selbst und setzt alles Verstehen aufs Spiel. Absolut notwendig jedoch ist Aufmerksamkeit ohne Anstrengung.
        … und entscheidungsfrei zu sein.
        Entscheidungsfrei.
        … und ohne ein Endergebnis.
        Zu welchem Endergebnis könnten Sie schon gelangen, da das Objekt Ihrer Suche doch unbekannt ist? Sie können nur sagen: »Wenn ich mich selbst beobachte, werde ich wirklich gezwungen zuzugeben, dass ich jeden Tag der Gefangene von tausend unbefriedigten Wünschen bin oder von Wünschen, deren Erfüllung mir keine anhaltende Seligkeit bringt.«
        Statt also endlos von einem Wunsch zum anderen zu rennen, erscheint es mir besser, innezuhalten und die wahre Natur des Wünschens zu untersuchen.
        Ist diese Untersuchung erfolgreich, werden Sie die Natur des wahren Zieles aller Wünsche durchschauen. Es ist ein Zustand der Wunschlosigkeit, auf den jegliches Wünschen tatsächlich zielt. Diese Wunschlosigkeit ist ein Zustand, in dem wir absolut nichts verlangen. Damit ist es ein Zustand äußerster Fülle, der Erfüllung. Diese Erfüllung, so wird offenbart, ist Seligkeit und Frieden.
        Jetzt wissen Sie, dass Sie im Grunde nichts anderes suchen als Erfüllung und absoluten Frieden. Nun, da Sie das innere Wesen Ihres höchsten Zieles verstanden haben, spüren Sie, dass das höchste Ziel eigentlich nicht ein Ziel ist – das heißt ein Ende, dem Sie entgegenstreben -, sondern dass der höchste Zustand nur die Folge von Entspannen und Loslassen sein kann. Befreiung erlangt man nicht durch Sammeln und Anhäufen, sondern durch Verwurzelung in einem Seinszustand, der wahrlich unser ist und in dem wir ständig leben, ohne es zu wissen. Selbst wenn wir es wünschten, könnten wir keinen einzigen Augenblick außerhalb dieses Zustandes leben.“

      • LOB 2014/01/19 / 7:09 PM

        „Absolut notwendig jedoch ist Aufmerksamkeit ohne Anstrengung“
        Wer die Aufmerksamkeit gewinnt, gewinnt alles von einem. Wem und was schenken wir unsere Zeit?
        Das ist die Aufmerksamkeit wert!
        In ihr steckt der Geist der Zeit.

        Mal ganz praktisch gedacht, wer kein iPhone hat braucht sich auch nicht veräppelt zu fühlen.

      • renyisanshou 2014/01/19 / 7:58 PM

        “Absolut notwendig jedoch ist Aufmerksamkeit ohne Anstrengung”
        Diese Aussage geht mir persönlich zu weit. Ich finde, absolut NOT-wendig ist gar nichts, bis auf das, das wir atmen müssen, ob wir wollen oder nicht. Ich mag diese Aussage in:
        „Sehr hilfreich dabei ist Aufmerksamkeit ohne Anstrengung.“ verwandeln, dann bin ich damit einverstanden.
        Weiterhin schreibt LOB:
        „Wer die Aufmerksamkeit gewinnt, gewinnt alles von einem. Wem und was schenken wir unsere Zeit?
        Das ist die Aufmerksamkeit wert!
        In ihr steckt der Geist der Zeit.“
        Und der Geist der Zeit, den ich für höchst frag-würdig halte ist, der hier wohl beschrieben wird ist: „Mach Gewinn, bzw. Gewinne!“ Diese impliziert meines Erachtens die Aussage, ohne Gewinn, bzw. monitäres Geld bist Du nichts, was ich für ein beschränkten, irrigen Gedanken halte, dem ich auch immer wieder verfalle zu meinem Leidwesen.
        Wer gewinnen will, schafft Verlieren und kein Austauschen gerade auch im Sinne von „sich achten“.
        Mir scheint, nicht nur die „Scientologen“ haben mit ihrem Gedanken-„Gut“ mittlerweile einen für die Mehrheit ziemlich wenig zuträglichen Einfluss auf uns alle gewonnen.

      • LOB 2014/01/19 / 8:23 PM

        das könnte man so lesen, gemeint ist eine ganz praktische Realität des Menschen an sich.

        Und es geht nicht um den Zeitgeist oder irgend einen Zeitgeist. Wenn ich von Geist spreche, dann im Sinne eines Spirits, jeder wird seinen eigenen Spirit haben, nach dem er seine Zeit ausrichtet, der eine bewusster als der andere.

        Wie viel Zeit uns etwas wert ist, zeigt sich am Grad unserer Aufmerksamkeit. Auf uns beide bezogen, scheint uns dieser Dialog sehr wichtig zu sein, weshalb wir ihm unsere Aufmerksamkeit schenken. In ihm steckt der Geist der Aufmerksamkeit. Was aber genau könnten wir durch tiefere Besinnung klären. Aber ohne ihn wären wir nicht bereit so viel Aufmerksamkeit zu verschenken. Wer die Aufmerksamkeit hat, der hat wirklich alles.

  2. renyisanshou 2014/01/19 / 7:25 PM

    Auch bei dem genannten typischen Dialog:
    Psychiater: “Wie geht’s, haben die Tabletten geholfen, die ich ihnen gegeben habe?
    Patientin.:”Nein, ich vertrage die Medikamente nicht!”
    Psychiater: “Vertragen sie nicht ..”
    Patientin:”Ja, das Medikament verändert mich so!”
    Psychiater: “Verändert sie so .. hab ich sie missverstanden? Alles soll so bleiben, wie es ist?”
    Patientin: (wieder weinend) “Nein, aber gibt es denn gar nichts, was mich einfach wieder Freude empfinden läßt?”
    wird nur wiederum „nur“ eine Möglichkeit in Aussicht gestellt im Interesse des Psychiaters und der Psychiatrie, und zwar: „Wollen sie sich als leidender Menschen von uns natürlich zu Ihrem Besten verändern lassen, wobei „Das Beste“ im Wesentlichen von der Psychiatrie, dem Psychiater und dem aktuellen Zeitgeist definiert ist.
    Die zweite Möglichkeit, die „dieser Coach“ wenn überhaupt nur sehr ungern anspricht, ist, zu fragen:
    „Wollen sie sich selbst zu ihrem Besten verändern, und wie kann ich sie dabei unterstützen?“
    Wobei herausgefunden werden muß, was nu das Beste für den jeweiligen Menschen ist, und das könnte NICHT im Einklang mit den Interessen der Psychiatrie, des Psychiaters und des vorherrschenden Zeitgeistes sein……ist das ein mögliches Dilemma!!!…..

    • LOB 2014/01/19 / 7:34 PM

      “Wollen sie sich selbst zu ihrem Besten verändern, und wie kann ich sie dabei unterstützen?”

      Oft ist die Hilfsfrage selbst nur eine Attrappe für die ersehnte Aufmerksamkeit.

      Was wenn sich der Pt. gar nicht ändern will und nur darüber redet?

      Was wenn schon die Frage, wollen Sie sich zum Besten ändern, all zu suggestiv ist?

      Was kann ich für sie tun? oder
      Was kann ich für sie bedeuten? oder
      Wie kommt es, dass ich ihre Aufmerksamkeit bekomme?

      Kann es eine nur von den Interessen des Pt. gesteuerte Therapie geben? Ich denke schon!
      Dann sollte die Bezahlung und Honorierung nicht von einem Gegenstandskatalog abhängig sein dürfen!

  3. renyisanshou 2014/01/19 / 8:20 PM

    „Oft ist die Hilfsfrage selbst nur eine Attrappe für die ersehnte Aufmerksamkeit.“ Diese Hilfs-frage würde ich erstmal laut-los stellen, um selbst zu schauen, in wieweit ich wirklich bereit bin, ihm die NOT-wendigen Hilfestellungen zugeben, falls es in meinem Vermögen liegt,
    damit er sein Gleichgewicht wiederfindet, ohne das ich meines verliere.
    Und was ist so schlimm daran?
    Mein Klient will ebenso wie ich eines: „Auf-merksamkeit“
    Der Klient darf sich trotz seines Leiden und Hilsbedürftigkeit aufgewertet fühlen, denn ich bin inter-essiert.
    Und ich darf mich in meinem „BesserWissen“, bzw. professionelle Ausbildung, abgewertet fühlen, was mir den Blick für eine andere, auch mögliche Sichtweise und Lebensweise öffnen kann.
    Lob schreibt:
    „Kann es eine nur von den Interessen des Pt. gesteuerte Therapie geben? Ich denke schon!“
    Ich denke da ganz eindeutig: „NEIN!!!“
    Ich als Coach stehe mit dem Klienten in Korrespondenz, und diese ist nun mal von wie auch immer gearteten Interessen beider beeinflusst.
    Für mich würde sich die Frage stellen, wie ich in Korrespondenz mit dem Klienten eine sogenannte „WinWin“ Situation herstellen kann.

    • renyisanshou 2014/01/19 / 8:34 PM

      „Für mich würde sich die Frage stellen, wie ich in Korrespondenz mit dem Klienten eine sogenannte “WinWin” Situation herstellen kann.“
      Besser gesagt, wie ich im Einvernehmen mit dem Klienten eine sogenannte „WinWin“ Situation herstellen kann, so wie die Möglichkeit nicht außer acht lasse, daß der Klient mit meinem Einvernehmen dieses bewerkstelligen kann.

      • LOB 2014/01/19 / 8:48 PM

        und genau, nur darum kann es gehen. Also müssen die Bedürfnisse auf den Tisch, abgefragt werden und hinterfragt werden, natürlich auch die eigenen….
        winwin geht nur, wenn beide „wachsen und blühen“ und das ist absolut subjektiv….
        … und ich erinnere daran, dass Kommunikation nicht mit sprechen beginnt, sondern mit zuhören…

  4. renyisanshou 2014/01/19 / 8:50 PM

    LOB schreibt:
    „das könnte man so lesen, gemeint ist eine ganz praktische Realität des Menschen an sich.

    Und es geht nicht um den Zeitgeist oder irgend einen Zeitgeist. Wenn ich von Geist spreche, dann im Sinne eines Spirits, jeder wird seinen eigenen Spirit haben, nach dem er seine Zeit ausrichtet, der eine bewusster als der andere. “

    Ich meine, die praktische Realität des Menschen an sich ist immer vom Zeitgeist beeinflusst. Das Sein des Menschen an für sich ist bestimmt von Gedanken und Worten, Konzepten und Glauben. Damit schafft der Mensch selbst die Welt wie sie ist, wodurch er sich erfährt als etwas. Wäre es nicht so, wäre da nur „Sein“. weder menschlich noch sonst irgendwie, dann fällt meines Erachtens Sein mit NICHT-Sein zusammen….

    • LOB 2014/01/19 / 8:59 PM

      Kommen wir zurück zur Aufmerksamkeit, die ja auch ganz viel mit Achtsamkeit zu tun hat – es ist eine Kunst der Wahrnehmung und der Kommunikation. Natürlich sollten uns unsere Glaubenssätze bekannt sein und wir sollten sie beim Gegenüber abklären, bevor wir an irgend welchen winwin-Situationen denken. Das ist ja tatsächlich auch die Manipulation bei den Scientologen, wobei es ihnen nicht um die Autonomie und Souveränität über die Glaubenssätze geht, sondern darum ihre Glaubenssätze zu übernehmen.
      Der Pt. der die Erfahrung machen darf, dass er wieder die Souveränität über seine Glaubenssätze erlangt, erlangt auch wieder die Autonomie über seine Lebensgeschichte und seinen Lebensweg. Oder?

      • renyisanshou 2014/01/20 / 4:37 AM

        Der Patient darf Erfahrungen machen und der Arzt darf Erfahrungen machen, beiden werden sie höchstwahrscheinlich unterschiedlich interpretieren, ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen, aufgrund Ihrer unterschiedlich individuellen Geschichten, Gedanken und Worten, Konzepten und Glauben: Ich erinnere nochmal an das Thema „Fixierungen vermeiden“:
        “Alle Disziplinen sind Fixierungen: Disziplin schließt alles aus, bis auf das Eine, auf das man sich konzentrieren will. Damit errichtet man eine Diktatur über sich selbst und setzt alles Verstehen aufs Spiel. Absolut notwendig jedoch ist Aufmerksamkeit ohne Anstrengung.
        … und entscheidungsfrei zu sein.
        Entscheidungsfrei.“

        Und der Arzt übt in diesem Kontext eine Disziplin, welche ein Ziel hat, aus, und ist damit nicht mehr entscheidungsfrei, sondern entscheidungsgebunden.
        In Bezug auf Entscheidungsfreiheit bin ich übrigens mit der absoluten Notwendigkeit von Aufmerksamkeit ohne Anstrengung einverstanden.

      • renyisanshou 2014/01/20 / 4:48 AM

        In Bezug auf Entscheidungsfreiheit bin ich übrigens mit der absoluten Notwendigkeit von Aufmerksamkeit ohne Anstrengung einverstanden.
        Und auch nur, wenn ich unter „Aufmerksamkeit ohne Anstrengung“ „präsent sein“ verstehe, und zwar ohne Ziel: Das was geschieht, ist genau jetzt genau richtig, egal, wie ich mich dabei fühle oder was ich drüber denke.

      • LOB 2014/01/20 / 10:06 AM

        „unter “Aufmerksamkeit“ verstehe ich „ohne Anstrengung” “präsent sein” und zwar ohne Ziel: Das was geschieht, ist genau jetzt richtig, egal, wie ich mich dabei fühle oder was ich drüber denke.“

        und es ist keine Schande und kein Fehler, wenn du dabei etwas fühlst – Herzklopfen usw.

  5. renyisanshou 2014/01/20 / 5:17 AM

    „Alles soll so bleiben wie es ist!“
    Dieser irrige Gedanke kann sehr schnell aufgelöst werden, in dem man sich selbst laut sagt:
    „Na, daß du so denkst ,ist okay, doch wenn Du so denkst, dann halt doch mal bitte die Luft an….!“

    • LOB 2014/01/20 / 10:07 AM

      Nehm ich auf in meinen Kanon, der Sätze die lösen… okay?

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