Nach Snowden. Nach Jauch. Die neue Debatte.


Liebe Frau Weisband!
Ihre Ausführungen sind lesenswert, aber für den Auftritt in den Medien zu kompliziert. Wie kann das mit wenigen Worten zusammengefasst werden, ergänzt mit der Antwort von @fuhriello?

Was sind die 5 Mainpoints Frau Weisband? Ich erkenne noch keinen Masterplan! Was ist die Melodie, was der Ohrwurm, die Begeitung, die Akorde kommen dann! Spielen wir beidhändig oder singen wir zweistimmig, bitte.

Vielleicht hängt es auch daran, dass Ihre Rolle nicht klar ist, als was sind Sie aufgetreten, welchen Hut tragen Sie? Als was haben Sie gesprochen?

Ich gehöre dem 4.Stand an, dem Angry Mob und nicht der Journalistenkaste, ich bin auch nicht Prominent und schon gar nicht ein Moderator, wie Jauch. Als Angry Mob geht es mir um meine Privatsphäre, die steht für mich nicht zur Diskussion, auch dann nicht, wenn die Technik alle Regeln brechen kann. Wer auch immer, er hat die Finger davon zu lassen.
Der Verlust der Privatsphäre ist der Skandal und Tabubruch und ich bin nicht bereit das hin zu nehmen, weil eine nicht totalitäre Gesellschaft ohne das nicht funktionieren kann. (Enzensberger!)

Und zum Thema Geheimdienste und Kontrolle das Folgende: Hierzu sollten wir einen eigenen Diskurs führen. So wie die Geheimdienste agieren, sind wir im permanenten Krieg und das ist nicht in Ordnung. Das was ich via Snowden gelernt habe, den ich nicht für einen Held halte, ist, dass wir uns selbst mit den USA in einem virtuellen Wirtschaftskrieg befinden. Es braucht politisch eine Friedensinitiative und keines Falls bin ich bereit meine Mails zu verschlüsseln, das mag für die einen eine Lösung sein, für mich nicht. Mehr Schlösser machen ein Haus nicht sicher und mehr Mauern auch nicht. Das wäre für mich die Fortsetzung des Kalten Kriegs. Aber vielleicht irre ich mich auch und hab gar nichts verstanden.

Ich werde Ihren Text rebloggen, was ja wordpress erlaubt, aber wohl eine Urheberrechtsverletzung darstellt, aber ich bin kein Journalist, nur ein Mitglied des 4.Standes, Teil des Angry Mobs! Ich höre von Ihnen, wenn Sie Einspruch erheben. Danke für den Text.

Marinas Lied

Es ist ein Gefühl diffuser Unzufriedenheit, das die Diskussion im Studio bei Günter Jauch zum ersten Fernsehinterview von Edward Snowden bei mir hinterlassen hat. Ich fand das Gespräch angenehm, doch hatte das absolute Gefühl, auf der Stelle zu treten. Ich möchte hier einen Finger darauf legen, warum eine Debatte um Geheimdienste, die Zukunft des Internets und der Gesellschaft stagniert und konstruktive Vorschläge darüber machen, wohin wir sie entwickeln könnten. Ich werde mir den Platz nehmen, den ich in einer Talkshow nicht habe.

Vielleicht liegt dies an dem Stil, in dem die deutsche Talkshow funktioniert. Sie setzt auf Konfrontation und kombiniert darum Gäste, die sich möglichst nicht auf die Farbe von Gurken einigen können. Das garantiert einen Schlagabtausch und damit immerhin eine gewisse Mindesunterhaltung. Ist aber keine gute Grundlage, um eine Debatte zielgerichtet von einem Punkt vorwärts zu bewegen.

Im aktuellen Beispiel vertrat Ex-US-Botschafter Kornblum mit Journalisten Reichelt die Ansicht, dass…

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