Causa Hoeneß: Talentförderung ist gefragt, mehr denn je!


Erst wer Regeln bricht, wird zum Menschen.
Heutzutage erscheinen die Vorschriften
so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.

Ikkyû Sôjun

Was machen wir mit unseren Talenten? Wir sperren sie weg?
Der Richter am Münchner Strafgericht darf beweisen, wie innovativ unsere Rechtsprechung ist oder beweisen, dass Justitia nix mit Innovation anfangen kann. Soll also das Talent Hoeneß für mindestens 2 und mehr Jahre ins Gefängnis? Das wird die Solidargemeinschaft mindestens € 4000 im Monat kosten. Mit dem Geld kann man zwei talentierten Schüler, aus der Unterschicht in Chroweiler, nach Salem an den Bodensee schicken.

Es wird Zeit, dass wir über unser Rechtsverständnis, das immer noch den Touch des 19. Jahrhunderts trägt reden, über unser absurd kompliziertes Steuerrecht und das Prinzip Strafe-muss-sein. Was steht zentral, der Opferschutz und Opferausgleich oder die Strafe? Meiner Ansicht nach darf eine moderne Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert keine Talente und Ressourcen verschwenden. Der Täter-Opfer-Ausgleich gehört und in der Causa Hoeneß auf die Tagesordnung und wir können exemplarisch mit erleben, wie ein Täter auch die Fähigkeit zur Wiedergutmachung besitzt. Ich gestehe, es fällt mir schwer, mir den Staat als Opfer vorzustellen, einem Staat der Korruption halbherzig bekämpft, die Augen vor der Mafia verschließt und zum x-ten-Mal damit brelliert Steuern zu verschwenden, wie beim Flughafen in Berlin, dem Konzertgebäude in Hamburg oder dem Archiv in Duisburg.

Hoeneß erklärt sein Verhalten mit seiner Spielleidenschaft, er wird aller Voraussicht nach einen Betrag von ca. 50 Millionen in die Hand nehmen und seine Schuld ausgleichen, ob er deswegen auch noch auf unsere Kosten ins Gefängnis sollte, bezweifele ich. Haben wir das Geld dafür wirklich übrig, ist das die Beste aller Lösungen – kann der Mann uns mit seinem Talent nicht weit aus nützlicher sein, uns der Solidargemeinschaft?

Lieber würde ich sehen, wenn er die nächsten 10 Jahre eine soziale Einrichtung, als Geschäftsführer, unentgeltlich aus der finanziellen Misere retten. Genügend soziale Einrichtungen gibt es ja, die am Rande der Insolvenz stehen.

Der Mann hat ein untrügliches Gefühl für Geld und Talente. Ihm sollte die Verantwortung, für die Finanzierung unserer Bildungspolitik, übertragen werden. Hier geht es auch um ganz viele ungenutzte Talente die unbedingt gefördert werden müssten und wer könnte das besser, als Uli Hoeneß? Der Mann würde unser Bildungssystem auf den Kopf stellen und in 25 Jahren sind wir die weltweite Talentschmiede, da können dann die Amis in Kalifornien und an der Ostküste in New England sehen, am deutschen Wesen wird die Welt genesen.

Nein, dieser Mann darf nicht nach Stadelheim, das wäre die Fortsetzung der Steuerverschwendung, mit den üblichen Mitteln, die wir uns nicht mehr leisten sollten.
Jetzt, wo so viel Steuern in die Staatskasse fließen, so viele, wie nie zu vor und trotzdem soll es immer noch nicht ausreichen, um die marode Infrastruktur im deutschen Bildungssystem zu erneuern? Heißt es nicht, nix ist unmöglich – schau dir die Japaner an, wie die mit Krisen umgehen? Toyata ist ein anderes Wort für bedürfnisorientiertes Qualitätsmanagement.

Machen wir den Hoeneß, werden wir unbesiegbar, erst deutscher Meister, dann Weltmeister. Ist es nicht das, was wir alle sein wollen? Meister & unschlagbar!
Bitte, ganz ehrlich, wer nicht?

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