Warum ich k/ein Anarchist bin


nit möööglich!


Kurt Tucholsky
„Denn diese beiden Charaktereigenschaften sind … am Deutschen auf das subtilste ausgebildet: sklavisches Unterordnungsgefühl und sklavisches Herrschaftsgelüst. Er braucht Gewalten, Gewalten, denen er sich beugt, wie der Naturmensch vor dem Gewitter, Gewalten, die er selbst zu erringen sucht, um andere zu ducken. Er weiß: sie ducken sich, hat er erst einmal das ›Amt‹ verliehen bekommen und den Erfolg für sich. Nichts wird so respektiert wie der Erfolg.“

aus dem Vorwort von Kurt Tucholsky zu Heinrich Manns Roman „Der Untertan“ (Juli 1914)

untertannach oben buckeln, nach unten treten

Ich sag’s mal so: Wo kein Handelnder, da weder Herrscher noch Untertan. Wo kein Handelnder, da kann es nur Anarchisten geben, ohne dass diese um ihr Anarchistensein überhaupt wüssten. Auf der konzeptuellen oder Traumebene scheint es Handelnde zu geben, Herrscher und Beherrschte und in Abgrenzung dazu Anarchisten, also Leute, die weder Lust haben, andere zu beherrschen noch sich von anderen beherrschen zu lassen.

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