Darf man Wolf Biermann als Rassisten bezeichnen?


Die Tatsache, dass einer ausgebürgert wird ist eben auch noch lange kein Qualitätsmerkmal. Wenn ich ihn schimpfen höre, dann bin ich mir sicher der Mann redet von sich, einem Reaktionär, dem letzten Rest einer misslungenen Kunstförderung aller sozialistischer Wirklichkeit. Der Mann kann nicht singen und das was er mit seiner Gitarre leistet ist ein Zumutung für jeden Musiker. Ich verstehe, dass insbesondere Jazzmusiker ihn aufgefordert haben, die Gitarre nicht anzufassen… Der Mann ist selbst ein Anachronismus. Danke für den Beitrag C.T., ich reblogge ihn gerne.

Frankfurter Notizen

Wenn stimmt, was die Frankfurter Rundschau heute schreibt, dass der Liedermacher zu einer Schriftführerin im Bundestag gesagt hat: „Ich erkenne an ihrem Gesicht, dass sie von der Linkspartei sind“, dann kann man diese Frage wohl mit Ja beantworten. (Link zum FR-Artikel vom 10.11.14 „Wolf Biermann und der Bundestag“ von Daniela Vates)

Ich habe Wolf Biermann zum ersten Mal Mitte/Ende der 80er Jahre in Frankfurt gesehen, gut 10 Jahre nach seiner Ausbürgerung aus der DDR. Seine Lieder, von denen einige von erotischen Erntehelferinnen aus dem Osten handelten, erschienen mir als junge Feministin unerträglich. Überdeutlich war damals schon, dass sein politisches Weltbild sich einzig aus dem Trauma der Nichtanerkennung und der Ausbürgerung aus der DDR speist.

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