I am a North-Nigerian


Bei aller Empörung über die Anschläge von Paris, sollten wir unseren eurozentrischen Blick verlassen und uns realisieren, was jenseits des Mittelmeers in Afrika passiert.

Frankfurter Notizen

Ein kleines Mädchen hat im Norden Nigerias mit seinem Sprengstoffgürtel nicht nur sich selbst, sondern mindestens 20 weitere Menschen in den Tod gerissen. Die Frankfurter Rundschau schreibt heute: „Nigerias Präsident Goodluck Jonathan spielt den blutigen Konflikt in seinem Staat nach Kräften herunter, weil er sich in fünf Wochen als Präsident wiederwählen lassen will. Und die Welt spielt mit: Ihre Vertreter versammeln sich empört in der europäischen Metropole Paris, während im afrikanischen Maiduguri weiter gemordet wird.“ (Zitiert aus: Die Monster der Boko-Haram-Sekte)

Noch immer werden 200 der 300 entführten Mädchen vermisst, die Boko Haram (übersetzt: „Westliche Bildung verboten“ lt. Wikipedia) im April 2014 entführt hat. „Unentschuldbar aber bleibt, dass es keine nennenswerten internationalen Bemühungen gab, der Bedrohung Herr zu werden.“ (Weiter zum Artikel „In Nigeria wüten die Islamisten fast unbeachtet“ in Die Welt vom 9.1.2015)

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