Pardon, Dresden kunterbunt?


Pardon, Dresden kunterbunt? Absurd, wie die Politik die Bürger veräppelt, statt endlich selber auf zu stehen und aktiv zu werden. Heuchlerisch, wie die Politik die Bürger instrumentalisiert, um davon abzulenken, wie sie sich selbst aus jeder Verantwortung schleicht. Die Lösung der Zuwanderungsfrage findet niemand auf der Straße, nicht indem man Bürger aufeinander hetzt. Wir brauchen Realpolitik, keine Festivals.  

„Arsch huh“ so hieß es am 9.November 1992 in Köln, 100.000 standen am Clodwigplatz,
es war die Antwort der Bürger Kölns auf die Brandanschläge in Rostock, das war nötig und gut.

Heute will man, mit dem Aufruf zum Anti-Pegida-Festivals an diese Tradition anschließen.
Da gegen ist erst ein Mal nichts einzuwenden. Es ist ja überhaupt keine Frage, ob die Menschen ihren Arsch bewegen, sondern, ob die Politik endlich tut, was ihre eigentliche Aufgabe wäre. Die Tatenlosigkeit der Regierenden ist das Problem und nicht, ob die Bürger Flagge zeigen, anders, als vor mehr als 20 Jahren. Dresden soll bunter werden, mit Liefers,
Silly und Grönemeyer? Dresden feiert und das baut Ressentiments ab? Bon chance!

Wir brauchen, um die Zuwanderungs- und Flüchtlingsfrage zu lösen keine Botschafter, die an die Bürger appellieren, nicht römische Dekadenz – Brot und Spiele, sondern nüchterne Politiker; wir brauchen den Druck von der Straße, der die Politik aus ihrer Lethargie schubst, damit die Regierenden endlich ihre Hausaufgaben in Berlin machen.

Mit einen Freudenfest löst niemand politische Fragen. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Es ist kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem, beendet die inhumane Flüchtlingspolitik der EU. Schafft Frontext ab und schafft eine gerechte Wirtschaftspolitik, die nicht wenige begünstig, sondern im besten Falle alle. Wenn schon Kapitalismus, dann einen, der allen nützt und nicht wenigen.

Was bitte, soll in Dresden bunter werden, die Frauenkirche, ja dann malt sie an. Was sind das für politische Aussagen? Um was geht es, um Gesinnung? Was haben die geschluckt, LSD? Stimmungsmache ersetzt Realpolitiken. Der Dresdner Protest sollte an die Regierung in Berlin adressiert sein, verbunden mit der Aufforderung, endlich ein vernünftiges Zuwanderungs-gesetz zu verabschieden und eine humane Regelung für die „boot people“ zu finden.

Jeder Flüchtling, jeder Zuwanderer ist ein Mensch und kein Problem, nicht anders verhält es sich mit den Demonstranten, es sind Menschen mit realen Bedenken und mit einem Unmut, der ernst genommen werden sollte. Das Nichtstun, das Aussitzen der Probleme, durch die Regierung Merkel III ist das Problem und unverantwortlich. Ein Hohn für uns alle. Heuchelei!

Erst habt ihr das Asylrecht ad absurdum geführt und jetzt lasst ihr die „boot people“ vor Sizilien im Stich. 20’000 Tote liegen auf dem Grund des Mittelmeers, verantwortlich dafür ist die Politik der letzten 10 Jahre und nicht die Bürger Dresdens. Macht eure Arbeit und hört auf die Bürger aufeinander zu hetzen. Die Politik ist gefragt und nicht die Bürger. Tut was!

Sorgen wir dafür das die Politik aktiv wird, damit die Flüchtlinge ihren Kindern erzählen können, „je trouve ici mon asyl“, wie es vor mehr als 300 Jahren die Religionsflüchtlinge aus Frankreich sagen konnten. „Lieber will ich mein Silbergerät verkaufen, als diesen armen Leuten die Aufnahme zu versagen.“, so der legendäre Friedrich II., Prinz von Homburg, 1685.

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