Ein Spiegelbild weiß, was „Frauen“ wünschen


Lüge oder nicht Lüge, der Kontext entscheidet.

„Eine Frau, in einem Designer Bad, sie blickt in den Spiegel, trägt ein langes, schwarzes Abendkleid, die Schultern frei und der Rücken tief ausgeschnitten, die blonden Haare hochgesteckt, der Hals frei, eine Hand greift nach dem Kran, die andere Ruht auf dem marmornen Waschtisch. Im Spiegel das Bildnis einer blonden Schönheit, aus dem Rokoko, mit fliehender Stirn, in einem üppigen, weißen Kleid aus Spitze, mit Rüschen und langen Puffärmeln- zeitlose Schönheit“ #nevertootimeless“ heißt der Subtext der Werbeanzeige.“ Image

 Die Stimmung stimmt. Was wahr ist, liegt im Auge bzw. im Ohr des Betrachters, wird von den Mandelkernen (Amygdala), limbisch präpositioniert . Was für die Vermarktung von einzelnen Produkten gilt, gilt heute auch für das Politische. Die Politik verkauft Initiativen, Gesetze, wie eine Ware. Das Gesetz als Produkt. Sie  werden wie Produkte behandelt, auf eine Zielgruppe hin orientiert, polemisch kann von Klientelpolitik gesprochen werden. Die Akzeptanz einer politischen Entscheidung ist abhängig von ihrer Relevanz, für die angesprochene Zielgruppe. Ist sie nicht relevant und wird sie uns dennoch aufgedrängt, sprechen wir gerne von der politischen Lüge, oder bei Produkten, von der Produkt- oder Werbelüge.

Wir können dies an aktuellen politischen Initiativen sehen, wie z.B. beim Gesetz der Ausländermaut und Frauenquote, die ja auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet sind. Ausländermaut heißt die Parole, auch wenn es letztendlich alle Autofahrer trifft. Durch die Hintertür schafft die Politik eine neue Steuerstruktur, statt der Kfz-Steuer kommt eine Straßenbenutzungssteuer. Ähnliches gilt für das Gesetz zur Frauenquote in Aufsichtsräten, es soll die Gleichberechtigung stärken, ist aber im Kern doch nur ein Quotengesetz, für wenige. Ein Gleichberechtigungsföderungsgesetz (Gbfg), das für die breite Masse der Frauen gilt,  ist es nicht. Die Relevanz ist folglich für die Mehrheit der Frauen gering.

Ein weiteres politisches Beispiel ist der Konflikt in der Ukraine, hier wird in den einschlägigen Foren der Printmedien und in den sozialen Netzen von Propaganda, und einer „systematischen Lüge“ gesprochen. Solche Beiträge, oft lange, wortgewaltige Aufsätzen, zeichnen sich aus, weil sie minutiös die Verfehlungen der einen Seite auflisten und die der andere bewusst oder unbewusst ausblenden. Die Verstrickungen beider Konfliktparteien bleiben dabei außen vor. 
Mit Zitaten eingeleitet, wird die Relevanz des Produktes unterstrichen, so wird, dem, was man zu sagen hat, Autorität verliehen.

„Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt, die Wahrheit steht von alleine aufrecht.“ (Benjamin Franklin)

So einem mächtigen Zitat mag man erst einmal nicht widersprechen. Aber ist das wirklich so? Wie lautet die Gegenprobe? Die Waffen der Wahl und Gründe sind das politische Geschäft.

Politik ist heute Machtpolitik. Machtsüchtige haben sich die Machtapparate der Staaten zur Beute gemacht und streben egomanisch nach Behauptung und Ausdehnung ihres Herrschaftsanspruches über andere (vgl. Der Staat als Instrument). „Der Kampf um die Macht lockt die Bestie in uns hervor. Was den Berufspolitiker wirklich erregt und antreibt, ist das maßlose Verlangen nach Macht.“(1) Das gilt nach innen wie im Verhältnis nach außen zu anderen Staaten. Je nach Vermögen geht es um die Ausbreitung des eigenen Einfluss- oder Herrschaftsbereiches um des eigenen Vorteiles willen.

Doch da sich niemand freiwillig unterwirft, kommt der Egomane nicht ohne Gewalt aus; und so braucht die Politik das Militär und das Militär die Politik, je nachdem, welche Kräfte im Staat die Oberhand haben. Beide verfolgen dasselbe Ziel: die Überwältigung des Willens anderer. Beide haben daher, um diesem Ziel näher zu kommen, auch die gleichen Methoden, die sich nur graduell voneinander unterscheiden.

Politik ist Interessensvertretung, mit allen Mitteln des Rechts, bis an dessen Grenzen heran.

In der Politik ist die Lüge eigentlich nur … eine Fortsetzung … dessen, was ja beim Militarismus – mit diesem hängt ja die Politik eng zusammen – ganz selbstverständlich ist. Wenn man einen Gegner besiegen will, so muss man ihn täuschen. Die ganze Strategie ist darauf angelegt; da muss man lernen zu täuschen. Das ist System. Das wird dann durch die Verwandtschaft zwischen Militarismus und Politik auch auf das zivile Leben übertragen. Aber da ist es Methode.“ (Rudolf Steiner, 1921)

Alter Wein in neuen Gläsern. Das Spiegelbild verdreht die Realität horizontal, nie vertikal. Vielleicht ließe sich auch postulieren, dass die Politik eine Lüge ist, die, die gesellschaftlichen Interessen offenbart.

Das Militär versucht, den Gegner durch Tarnen und Täuschen in Illusionen zu versetzen, um ihn mit Hilfe des Überraschungseffektes leichter schlagen zu können. Der machtsüchtige Politiker macht dem Gegner bzw. den eigenen und den gegnerischen Untertanen um des eigenen Vorteils willen mit Lügen etwas vor. Und den außenpolitischen Gegner will er durch Lügen in ein schlechtes Licht stellen und die eigene Bevölkerung für die getarnten Ziele hinter sich bringen. So kann diese schließlich auch auf die angeblich unumgängliche Gewalt eingestimmt und in den Krieg gehetzt werden. Dies gelingt umso besser, je vollkommener die Medien mit der herrschenden Kaste verflochten sind. >>weiterlesen

Nicht nur das Militär versucht das, schon als Kind haben wir früh gelernt, wie wir unsere Interessen durchsetzen, sprich vermarkten, gegenüber unseren Eltern und Freunden. Wir haben ein Gefühl entwickelt, wie wir durch Tarnen und Täuschen gewünschte Antworten befriedigen. Die Fragen nach der Moral (den wünschenswerten Regeln des Zusammenlebens), werden dabei  je nach Interessenlage ausgespielt.

Über die Liebe eines Mannes, aus der Sicht einer Frau:

Eine Lüge? Nein, er liebt mich und ist emotional abhängig von mir und ich bin recht labil und brauche jemanden, der mir Halt gibt. Zusammen funktioniert das ganz gut. Außer dass er eventuell dabei verletzt wird. Aber ich spiele ihm ja keine Gefühle vor, die ich nicht hab. Er liebt mich und es tut mir gut, wie er für mich sorgt und um mich bemüht ist. Er gibt mir viel Geborgenheit, ich fühle mich wohl mit ihm, aber es ist nicht so, wie mit dem anderen Mann. Wenn ich dem anderen in die Augen schaue, dann bin ich verloren. Ich glaube aber, dass mein Freund mit mir glücklicher ist, als ohne mich, auch wenn er mehr liebt.“

Wer seine Bedürfnisse kennt und die des anderen, weiß seine Bedürfnisse und die des anderen zu befriedigen. Egal, ob es das Politische, Ökonomische oder Private betrifft. Von Lüge zu sprechen ist gewagt, weil wir sehen, das was wir kennen und gewohnt sind.

Im Vertrieb ist es die Frage nach der Sales performance. Wer etwas verkaufen will, etwas an den Mann bzw. die Frau bringen will, sollte genau wissen, was Frauen und Männer wollen; sollte die Kundenwünsche einordnen können. Stellen sie sich ein dreidimensionales Dreieck der Bedürfnisse vor, von Belohnung, Sicherheit und Abenteuer.

Wer „Wärme“ verkauft, spricht ein Sicherheitsbedürfnis an; wer „Bewegung“ verkauft, spricht die Lust nach Abenteuer an, beide dürfen bei Erfüllung des Bedürfnisses die Freude und das Feiern nicht vergessen – die Belohnung. Da wird dann z.B. am Kamin ein Glas Rotwein getrunken und in der Gemeinschaft der Skihütte die Abfahrt gefeiert. Wer den Kontext, der primär Bedürfnisse, außer Betracht lässt, verliert den Kontakt und die Bindung zur Zielgruppe, dem Kunden.

Die Bindung ist Ausdruck einer Interaktion, und die Qualität dieser Interaktion ist entscheidend, sie ist nie einseitig, das Produkt braucht so viel Anziehungskraft, dass der Kunde das Fehlen des Produktes, als relevante Größe erfährt (Verlust des Handys). Wer nur den einen Kundenwunsch im Auge behält und nicht den Kontext, der „blended wishes“, übersieht die vielen Möglichkeiten des Produktes, auf allen Ebenen des Lebens des Kunden, privat und beruflich. Mit dem idealen Produkt belohnt sich der Kunde, für seine Neugierde, für seine Abenteuerlust und für sein Bedürfnis nach Sicherheit.

Das Verrückte dabei ist, es geht dabei gar nicht um reale Erfahrungen, es reicht die Imagination, um das „gute“ Gefühl beim Sehen, Fühlen und Hören, zwischen den Ohren zu wecken. Wer wissen will, was Frauen wünschen, sollte zuschauen, wenn sie sich spiegeln.

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