Schuld sind die Leser


Ein empfehlenswerter Artikel, auch wenn mich der Titel nervt. Schuld, was heißt schon Schuld, wenn es um verantwortliches Tun gehen sollte. Der Artikel ist ein engagiertes Plädoyer fùr den aufgeklärten Kunden. Einem Kunden, der sich nicht alles gefallen lässt, am wenigsten von sich selbst.

Leben, Lieben, Leisten

Am Anfang erstellte man Online-Beiträge direkt in HTML-Code, mit zunehmendem Komfort der Web-Editoren wurden die Texte bunter und länger. Bald galt Scrollen als leserunfreundlich, bis jemand die menschliche Neugierde wiederentdeckte: Leser konsumieren mehr Inhalte, wenn sie endlos scrollen können. Das Internet lebt von den Verlinkungen, erst wenn alles verwoben ist, wird es seinem Namen gerecht. Dann ist es ein riesiges Gehirn, das man anzapfen kann, um sich auch jenseits der eigenen Grenzen dem lustvollen Assoziieren hinzugeben. Der Reiz der ständigen Inspiration im Ozean des kollektiven Bewusstseins blieb auch den Werbern nicht verborgen. Beim Einkaufen stellt man uns überall Produkte vor die Nase, die man begehren soll, weil man sie sieht, nicht weil sie auf der Einkaufsliste stehen. Genauso lästig verfolgt uns die kontextsensitive Werbung im Internet. Statt in Ruhe lesen zu können, muss man aufdringlich grinsende Partnervorschläge aus dem Weg klicken und die Shabby-Chic-Kommode zum x-ten Mal nicht haben wollen…

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