Nicht erfüllte Träume von der Meinungsfreiheit


Ist das Netz ein Beitrag zur Aufklärung oder ein Tool um Meinungen zu polarisieren?

Dies Frage stellt die junge Journalistin Ingrid Brodnig. Sie spricht es mit Wiener Charme auf der re:publica in Berlin an. Das Video dazu empfehle ich gerne!  Lady Brodnig redet von einer kaputten Debatte. Kann denn eine Debatte im öffentlichen Raum überhaupt kaputt sein?

Nein, wenn überhaupt dann ist sie unvollständig, destruktiv und/ oder verwirrend. Ein Diskurs folgt verschiedenen Maximen, z.B. dem der Meinungs- und Stimmungsmache, der Gesinnungspflege, wie es Verlautbarungen von Regierungen & Pressestellen gerne tun, denn sie haben eine Agenda in der Hinterhand, der sie folgen. Die Zeiten der Aufklärung & Information, die den mündigen Bürger erwartet sind perdu.

Was für ein Bild haben Journalisten heute von ihren Lesern? Sind es Menschen die aufgeklärt werden wollen oder Menschen die Argumente suchen, die ihre bestehende Meinung bestätigen? Was kann ein journalistischer Beitrag im besten Fall erreichen? Wie schenkt der Leser einem Journalisten Achtung & Anerkennung? Kann das Meinungsbild eines Lesers wirklich nachhaltig beeinflusst werden & wenn ja, wie oder ist es eher eine Frage, von wem er sich beeinflussen lässt, wer sein Vertrauen genießt, wer seine Glaubwürdigkeit nicht eingebüsst hat?

Insofern ist der Vortrag der Journalistin zielführend, weil sie die Frage nach der Glaubwürdigkeit journalistischer Tätigkeit thematisiert.

By the way, Artikel & politische Bücher haben noch nie einen Beitrag geleistet, dass ein Bürger seine Meinung wirklich ändert, eher tragen Artikel & Bücher dazu bei bestehende politische Gesinnung zu verfestigen, und so ist es auch im Netz & seinen  entsprechenden Foren. Wie verklemmt & festgefahren zeigt das folgende Zitat.

Da sind die morosen Stichler, Flüsterer, Rauner und Wisperer, die sich im Netz nach ihrem Bilde eine Republik formen wollten und immer noch wollen. All die Enttäuschten, die verbittert feststellen, dass die Republik gar nicht ihren idiosynkratischen Vorstellungen einer politischen Neuformierung entspricht. Die nie die Kraft und den Mut aufbrachten, z.B eine eigene Partei zu gründen, aufzubauen und kompromissbereit um Mehrheiten zu werben, wohl wissend, dass es höchstens für 1% reichen würde. Die lieber bequem bei denen andockten, die vom Schreibtisch aus ihren Hobbyphilosophentraum vom Führen der Führung auszuleben. Dieser Traum ist geplatzt. Und nun ziehen diese Träumer marodierend durchs Internet und verbreiten in Blogs und Posts ihre „Wahrheiten“ und zwieträchtige Stimmungen. Wenn aus Träumern Trolle werden …

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