Das Paradox mit dem Selbstbestimmungsrecht


Jede Gemeinschaft – ( ich lehne es ab von Volk zu sprechen, weil der Begriff Volk einer rassistischen Denkweise entspricht und da es, nach dem Aussterben der Neandertaler, nur noch eine Menschenrasse gibt, gibt es eigentlich auch nur noch ein Volk; also spreche ich von Gemeinschaften, Interessensgemeinschaften). Also, jede Gemeinschaft hat das Recht auf Selbstbestimmung, aber nicht jede Gemeinschaft bekommt das Recht über sein Schicksal allein zu bestimmen.

Nicht allein die Palästinenser in Ägypten, Jordanien und im Libanon, sondern auch die Kurden in der Türkei, Syrien und im Iran. Es ist für viele ein unerträgliches Paradox, dass einerseits ein Ideal der Selbstbestimmung hoch gehalten wird und andererseits in der Realität dies eher die Ausnahme, als die Regel ist. Beispiele gibt es zu Haufe in der Weltgeschichte.

Die Weigerung diese Realität zu akzeptieren ist die Quelle für Spannungen und Konflikte, sowie das Unvermögen miteinander zu kooperieren.

“the idea of Arafat & Co to infect the world since 1967 with the virus of terrorism does not lead out of the crisis of Palestine”

Selbstbestimmung ist immer auch eine Frage der Eigenverantwortung. Doch die palästinensischen Autoritäten haben von Anfang an auf das Prinzip Opfer und Alimentation durch die Weltöffentlichkeit (UN & EU) gesetzt. Dies bedeutete wieder und wieder Ausreden zu bedenken, weshalb die Palästinenser selber nicht in der Lage sind für ihre eigene Bürger eine funktionierende Zivilgesellschaftsordnung zu entwickeln, trotz all der Milliarden Dollarhilfen.

Armut und Verelendung wurden zum Instrument, um immer wieder Alimentationen von der Weltöffentlichkeit zu erzwingen – es ist wie mit einem Kind, welches nicht Erwachsen werden will – inzwischen ist es politisch inkorrekt diese Wahrheit unmissverständlich auszusprechen, aber es  verhält sich so, wie in einer Familie, irgendwann ist die Zeit reif und dann muss man Klartext reden, denn was tust du mit einem der abhängig ist, gibst du ihm weiter Geld?

Die Spannung nehmen nicht zu indem Maße wie die Eigenverantwortung zu nimmt – ein kleiner Satz aus der Familientherapie.

Notabene, für die Palestinänser gilt, was auch für die Kurden, die Uguren und die Tibetaner in China bzw. die Indianer in den USA oder in Chile gilt:

 “Two in one and the principles of sharing are the solution”.

Letztendlich ist es ein Privileg, wenn eine heterogene Gemeinschaft ihr Schicksal selbst bestimmen kann. Würden alle, z.B. in Europa, die das Bestreben haben sich selbst zu bestimmen, auch diese Selbstbestimmung realisieren können gebe es allein in Europa wahrscheinlich 10 neue Staaten, mit nationalen Grenzen und Gesetzen. Das aber ist gar nicht im Interesse der bestimmenden und bereits existierenden selbstbestimmten Interessensgemeinschaften.

Nehmen wir die Türkei, sie unterstützt vehement und mit viel Aufsehen das Selbstbestimmungsrecht der Palestinänser und verweigern gleichzeitig das selbige den Kurden und Armeniern im eigenen Land. Es ist ein Paradox und das ist die Realität.

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