Disaster Porno á la Bild #shameonyou #aylan


Die Bildzeitung behauptet sie müsse das Bild des toten 3 jährigen Buben Aylan publizieren und unterlegt diese sogenannte Traueranzeigen, mit folgenden Zeilen – kann es noch Selbstgefälliger und verlogner sein. Wenn die Bild Journalisten etwas können, dann mit dem sogenannten „wir“ dem Publikum Sand in die Augen streuen.

Ein syrisches Kind liegt tot am
Strand von Bodrum (Türkei),
ertrunken auf der Flucht vor dem
Krieg in seiner Heimat,
gestorben auf dem Weg nach
Europa. Bilder wie dieses
sind schändlich alltäglich geworden.
Wir ertragen sie nicht mehr,
aber wir wollen, wir müssen sie
zeigen, denn sie dokumentieren
das historische Versagen unserer
Zivilisation in dieser
Flüchtlingskrise. Europa,
dieser unermesslich reiche
Kontinent, macht sich schuldig,
wenn wir weiter zulassen,
dass Kinder an unseren Küsten
ertrinken. Wir haben zu viele
Schiffe, zu viele Hubschrauber,
zu viele Aufklärungsflugzeuge,
um dieser Katastrophe
weiter zuzusehen. Dieses Foto
ist eine Botschaft an die
ganze Welt, endlich vereint
dafür zu sorgen, dass kein
einziges Kind mehr auf der Flucht stirbt.
Denn wer sind wir,
was sind unsere Werte wirklich
wert, wenn wir so etwas
weiter geschehen lassen?

Ich bin empört, über so viel Anmaßung und das „disaster Porno“ á la Bild.

Nein, so nicht, liebe Bildjournalisten, so einfach könnt ihr es euch nicht machen.  Das historische Versagen, von dem ihr sprecht, könnt ihr nicht dem ominösen, schwammigen „wir“ zuschreiben – Es ist ganz klar, wer d i e  sind, die hierfür Verantwortung tragen, die keine Landungsbrücken von Afrika nach Europa, keine legale Zuwanderung zulassen – Sie sind bekannt, die Dublin III beschlossen –  Wer das Asylrecht zur Unkenntlichkeit verformt hat, beginnend mit dem Jahr 1992.

Wird der Springerverlag 50% der Einnahmen aus dem Verkauf ihrer gestrigen Ausgabe, dem Vater stiften? Einen Clip produzieren, der Flüchtlinge, woher auch immer sie kommen, davor warnt, sich ohne Schwimmwesten auf die Schiffe der Seelenverkäufer zu begeben. In der Anzeige der BIld werden die wahren schuldig, dieser Tragödie nicht genannt. Kann ein Boulevardblatt so unverfroren sein und die wahren Schuldigen decken – Ihr heuchelt!

Mit dem Mut ist es nicht weit her, bei der Bildredaktion, denn, wie auch, soweit würden sie nie gehen, die so ungemein populäre Kanzlerin aufs Korn zu nehmen, obwohl es nötig wäre die Untätigkeit im Spreebogen und in Brüssel beim Namen zu nennen. Schuldig haben sich all die europäischen Regierungschefs der letzten 10 Jahren und die EU-Kommission, im speziellen der griechische EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos gemacht. Sie sind nicht die Zivilgesellschaft, aber sie sitzen am Hebel und an den Stellschrauben, die dieser Gesellschaft vorschreiben, wie sie zu ticken und nicht zu ticken haben.

Wir sind es nicht, ganz bestimmt nicht. Wir werden uns nicht den Schneid von Euch “ Schreiberlingen“ abkaufen und noch weniger das Versagen der politischen Elite ankreiden lassen. Schuldig im Namen Europas ist die politische Elite der Europäischer Volkspartei und der Europäischen Sozialisten – sie haben es verzapft, mit ihrem Hass und ihrer Fremdenfeindlichkeit. Damals war es der Portugiese Jeosé Manuel Barrosoo und sein Team, Heute sind es Jean-Claude Juncker und seine Kommission, die das Disaster und den Tod von Aylan Kurdi und den vielen anderen zu verantworten haben.

#shameonyou für diesen disaster-porno! 

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