9.November 2015 – Die Linke missbraucht den Gedenktag


Amsterdamer Linksaktivisten missbrauchen das Gedenken an die Reichspogromnacht

Dieser Beitrag bezieht sich auf einen Artikel
des niederländischen Kolumnisten Asher Ben-Avraham / Nederland

Auch Amsterdam gedenkt der „Kristallnacht“. Die Reichspogromnacht 1938 ist der ultimative Beginn der systematischen Judenverfolgung in Deutschland und Europa. Er ist für die jüdische Kultur Europas ihr nine-eleven. Es macht also Sinn, nicht nur alljährlich in Deutschland dieses Ereignisses zu gedenken. Die Nazis brauchten vor 78 Jahren einen Sündenbock, um ihre Gesinnung und moralischen Vorstellung unters deutsche und europäische Volk zu bringen.

In Amsterdam wird auf zwei getrennten Veranstaltungen erinnert.

Eine Gedenkveranstaltung findet in der Portugiesischen Synagoge in Amsterdam statt und wird von der jüdischen Gemeinschaft organisiert. Die andere Gedenkveranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Palästinenser Komités, einer linksradikalen Plattform gegen Rassismus und Apartheid.

Die Aktivisten dieser Plattform nutzen seit 2010 das Gedenken an die „Kristallnacht“ zu anti-israelischen Demonstrationen. In diesem Jahr haben sie als Rednerin ein Mitglied der Knesset eingeladen, die israelisch-arabische Politikerin Hanin Zoabi. (Bericht über die Veranstaltung, hier).

Hanin Zoabi ist kein unbeschriebenes Blatt, sie ist eine von 11 Arabischen Parlamentsmitgliedern in der Knesset. Sie hat sich, mit ihrer heftigen anti-israelischen Rhetorik, einen Namen gemacht. Dabei bekundet sie regelmäßig ihre Sympathien für die Hamas. Zoabi war eine der Teilnehmerinnen an der berüchtigten Mavi Marmara Flottille, die auf dem Seeweg von der Türkei nach Gaza wollten und von einem israelischen Marinekommando gestoppt wurden. Letztes Jahr veröffentlichte sie einen Artikel auf der offizielle Webseite der Hamas, in dem sie zu einem islamischen Aufstand gegen Israel aufgerufen hat.

Zoabi ist eine Befürworterin der palästinensischen Gewalt gegen Juden.

Wegen Volksverhetzung und Anstachelung zum Hass wurde Zoabi 2014 für einen Zeitraum von einem halben Jahr aus der Knesset ausgeschlossen. Letzte Woche hat der Ministerpräsident Netanyahu die Staatsanwaltschaft aufgefordert gegen Zoabi eine strafrechtliche Ermittlung einzuleiten, wegen ihres Aufrufs zur Gewalt und Intifada gegen Israel. Hier eine Sammlung von Aussagen Hanis Zoabis:

„Israel hat kein Recht auf ein normales Leben. Israel hat kein Recht in Sicherheit zu leben, so lange sie Besatzer sind.

Ich nenne das Entführen von jüdischen Jungen keinen Akt des Terrorismus.
Die Entführungen sind das Ergebnis der israelischen Kriegsverbrechen.
Die Entführer sind keine Terroristen, sie müssen zu diesen Maßnahmen greifen bis das Israel aufwacht. Wenn die entführten Jungen getötet werden, dann ist das die Schuld Israels.

Die Palästinenser müssen eine weitere Intifada starten und Israel überfallen, statt mit Israel zu verhandeln.

Die IDF (Abkürzung für die Verteidigungsarmee Israels) ist schlimmer als der ISIS. Die töten eine Person mit dem Messer, während die IDF Dutzende Palästinenser mit einem Knopfdruck zugleich tötet. Die IDF ist nicht weniger terroristisch unterwegs, wie diejenigen die enthaupten.

ISIS ist eine grausame und gewalttätige Organisation, aber im Gegensatz zur IDF haben sie niemals Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen.

Ich hab kein Problem mit dem Iran, ich unterstütze alle Gruppen die gegen die Unterdrückung der Palästinenser durch Israel sind.“

Was für eine Pietätlosigkeit, da wird zum Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Barbarei eine Juden feindliche Politikerin als Rednerin eingeladen. Eine Politikerin, die offen die Gewalt gegen Juden befürwortet und gut heißt.

Das ist mehr als nur schlechter Anstand. Die Einladung von Hanis Zoabi spiegelt eine krankhafte Haltung der politischen Agenda der Linken wieder und sie schreckt auch nicht davor zurück das Gedenken an die Kristallnacht vor 78 Jahren politisch zu instrumentalisieren.

Das ist erlaubt und in den Niederlanden möglich, selbst in Amsterdam, das einst durch seine jüdischen Bürger liebevoll in Mokkum – „unsere Stadt“ – umgetauft wurde.

(Der original Artikel erschien erstmals am 20.10. im Online-Magazin OpiniZ.com,
die Übertragung ins Deutsche von Hans-Lutz Oppermann
)

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