Der Islam ist unfehlbar …


Obwohl Muslime nur 20 der Welt-Bevölkerung ausmachen, sorgen sie zur Zeit für fast 90% der Schlagzeilen. Da schwenken die Medien täglich zwischen dem bösen Muslim, der andere Menschen enthauptet und dem guten Muslim, der ständig betont „not in my name“. Dann kommt der Muslim, der Christen und Jesiden vertreibt, dann der Muslim, der selbst vor dem Terror flieht. Der Muslim aus Mali, Opfer und Täter, der Muslim aus Nigeria, Pakistan, Afghanistan, Ägypten, Irak, Iran, Syrien, Libyen, Somalia, Tschad, Tunesien, Saudi Arabien, Dinslaken und Wuppertal, der Attentäter aus California und die Muslime gegen Terror und Islamophobie in den USA, die Attentäter von Paris und der Muslim mit den verbundenen Augen auf dem Place de la Republic, der von Menschen, die ihn nicht kennen und nicht einmal sein Gesicht sehen können, Vertrauen verlangt und aus einem Trauerfeier für die Opfer eine PR-Veranstaltung für den Islam macht.
Aber eins wissen viele Medien am Ende fast immer ganz genau: Der Terrorist hat mit dem Islam nichts zu tun, obwohl er bei jeder Tat den Koran zitiert, und der friedliche Muslim ist deshalb friedlich weil er Muslim ist, auch wenn er die Motive für sein friedliches Handeln nicht erwähnt! We Muslims love to entertain you!
Hamed Abdel-Samad

Wir alle sind Beobachter unserer Zeit. Was wir und wie wir denken, was wir sagen und wie wir es sagen, erzählt von unserer ganz persönlichen Art auf die Dinge, um uns herum zu schauen. Wie wir das, was wir erleben deuten und in einen für uns plausiblen Zusammenhang stellen. Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners.

Wie wichtig die Meinungsfreiheit ist, wird an dieser Tatsache deutlich. Jeder hat seinen Narrativ und wenn wir uns nichts davon erzählen und nichts darüber erfahren, wie der andere, das Nicht-Ich, das Du und Sie, die Welt sieht, bleiben wir hängen in unserer eigenen Echoblase, verhaftet an unserer eigenen Wahrnehmung. Das Bild der Wirklichkeit ergibt ja erst ein Ganzes, mit allen Facetten, mit allen Ansichten. „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“

Die Meinungsfreiheit steht unter Kuratel. Meinungskontrolle nimmt den Charakter von Zensur an. Wer nicht spurt wird sanktioniert. Zensur wird nicht weniger schlimm, wenn sie nicht mehr von staatlichen Stellen ausgeführt wird, sondern von Instanzen, die als Meinungsbildner bzw. Meinungsmacher auftreten; von Verlegern, von Nachrichtenredaktionen und von selbsternannten Meinungslobbyisten. Pharisäer und Moralapostel feiern ihr „come back“, sie sind die Hüter der richtigen Gesinnung.

Anders lautende Ansichten und Betrachtungen werden diffamiert und verhöhnt, als Verrat an der guten Sache abgestempelt. Es geht um Deutungshoheit; mögen sich doch die Histroiker nach uns, um eine differenziertere Betrachtung kümmern, dann wenn unsere Deutungshoheit nicht mehr von Bedeutung ist. Im hier und jetzt stört uns alles, was unsere Deutungshoheit über das Zeitgeschehen infrage stellt.

Unterschiedliche Ansichten, werden zur Mangelwahre. Die Differenz wird ignoriert; Manipulationen nehmen zu, das Meinungsmanagement regiert den Diskurs und nicht die Meinungsfreiheit. Die Meinungsmacher, Spinndoktoren und Politiker, angefangen vom US Präsidenten, bis hin zu den Provinzpolitikern, vollziehen einen auffallenden Kotau vor dem Islam.

Während die Werke von Akif Pirincci als toxisch beschrieben und aus den Bibliotheken verbannt werden, gilt der Koran, mit seinen, im wahrsten Sinne des Wortes, halsbrecherischen und das Individuum verachtenden Passagen als „Heiliges Buch“. Nimmt man Maß an Pirincci, dann kann der Koran kein besseres Schicksal erleiden, als die Werke des geächteten Autors. Der Koran ist in seiner Polemik gegen Andersdenkende weit aus toxischer.

Will der Islam Teil der europäischen Kultur sein, dann muss er sich einer selbstkritischen Prüfung unterziehen. In Europa kann es keinen Platz für einen autoritären, selbstgerechten und unfehlbaren Islam geben. Eine inhaltliche Teilung der Welt, in Gläubige und Ungläubige ist nicht mit den europäischen Freiheitsgedanken vereinbar. Noch weniger vereinbar, wenn der Koran Gläubige aufruft Ungläubigen zu betrügen und zu belügen.

1815 endete die Zeit der Kosaren und Barbaresken in Nordafrika, sie dauerte fast 300 Jahre. Damals war es die junge USA, die Europa von den Kosaren befreite, ihrer Seeräuberei im Atlantik und Mittelmeer, den Schutzgelderpressern in Algier und Tunis, der Sklaverei von Europäern im Namen Mohammeds. Heute, im 21. Jahrhundert erfahren diese alten Praktiken ihre Wiederauferstehung. Heute werden Menschen wieder im Namen des Islams, in Form brutalster Piraterie verschleppt, versklavt und von ihren Angehörigen Schutzgelder erpresst. Man möchte meinen die Kosaren und Barbaresken sind wieder auferstanden.

Die USA haben eine lange Tradition in der Auseinandersetzung mit islamisch Potentaten und nicht erst seit dem ersten Irakkrieg 1990. Es mutet anachronistisch an, wenn der US Präsident in seiner 3. Ansprache an die Nation vom 6. Dezember, nachdrücklich den Islam in Schutz nimmt, obwohl sich die Kämpfer des Da-esh, wie die Kosaren vor 230 Jahren, in ihrem Streit auf den Koran beziehen. In der einen Hand das Schwert und in der anderen das heilige Buch.  

Wieso macht der US-Präsident das? Ist das ein Ausdruck von Führungsschwäche des Präsidenten, der Kotau vor den Wahabisten in Riad oder doch kaltes Kalkül? Will der Präsident, indem er den Islam ausklammert, alle Rhetorik im Keim ersticken, die auch nur im Ansatz den Eindruck erweckt, es handele sich, bei den militärischen Auseinandersetzungen in Syrien um einen Glaubenskrieg? Ja, die Strategen des Da-esh wollen die Ungläubigen auf einen Glaubenskrieg verpflichten. Sie wollen den Kampf zu einem Kulturkampf herauf beschwören; die Solidarität unter den Muslimen anmahnen und mehr muslimische Kämpfer rekrutieren. So pervers es auch klingt, es ist im Interesse der freien Welt die Komponente Glaubenskrieg, die faktisch so maßgeblich ist, rhetorisch so klein, wie möglich zu halten.

Nein, der Islam ist es nicht, auch wenn es der Islam ist.

Die Strategen Obamas erinnern sich, der Friede von 1792, mit den Barbareskenstaaten wurde erst möglich, als sich die junge USA, als nicht christlicher Staat definierte. Es ist das Paradoxon, wo mit wir leben müssen.

Wir müssen die Erkenntnisse aus der Maslowschen Bedürfnispyramide ignorieren, d.h. die Frage nach den Glaubenssätzen sein lassen, den „Kosaren 4.0″ das Handwerk legen, ohne die Glaubensfrage zu stellen. Ist Maslow hiermit widerlegt und die stillschweigende Duldung der Unfehlbarkeit des Islam die Lösung?

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