Programmhinweis – „Mer stelle alles op der Kopp“ – Brauchtumspflege


Zur Wirklichkeit der Willkommenskultur gehört auch den Migranten das Brauchtum der Deutschen zu erklären – Was ist Sinn und Zweck des Karnevals, der allemanischen Fasnet; was das Geheimnis der Schützenfeste? Weil Deutschland mehr ist, als das mutmaßliche Land in dem Milch und Honig fließen…

„Nur keine Hemmungen“? „Einmal im Jahr ist Karneval“? „Heute hauen wir auf die Pauke“? Und das jetzt? Wenn wir doch gerade erlebt haben, was enthemmte Menschen, enthemmte Männer in diesem Fall, anrichten können – mitten in der fünften Jahreszeit, wenn auch völlig losgelöst von ihr.

„Wir werden uns das Karneval-Feiern nicht nehmen lassen“, sagt die Oberbürgermeisterin der Karnevals-Hochburg Köln – und denkt zugleich laut über neue Verhaltensregeln für die tollen Tage nach. (Was die OB geritten zu meinen sich mit einer Armlänge gegen enthemmte Jugendliche schützen zu können, was?)

Regeln? Für ein Treiben, dessen Sinn gerade in seiner Regellosigkeit liegt? Aber Vorsicht: Der Karneval ist auch ein Spiel mit Grenzen. Und sei es die Aschermittwochs-Grenze, jenseits derer umso mehr verboten ist, was sich viele Menschen in der Session erlauben. Über die Binnengrenzen des Karnevals machen wir uns allerdings nur dann Gedanken, wenn verstörende Ereignisse uns mit der Nase darauf stoßen. „Mer stelle alles op der Kopp“, heißt diesmal in Köln das Motto. Genau da liegt der Sinn des Karnevals und genau da gähnt auch sein Abgrund. (hr2 Kultur)

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