Nachlese zur #didacta oder 35 € fürs Phrasenschwein

„Parkour der Möglichkeiten im Klassenzimmer“; „ko-kreativer Unterricht“; „Partner im Bildungsprozess“; „Digitale Medien flankieren den Lernprozess“; „interaktive Prozesse“; „individuelles, selbstorganisiertes Lernen“ //
Herr Oppermann, bitte 35 Euro ins Phrasenschwein.
(Martin Schmidt in der FAZ)

Heute endet in Hannover die #didacta, Wassilios Fthenakis hat in seiner Eröffnungsrede für den Einsatz digitaler Medien eine Lanze gebrochen und im Netz werden die Mythen zum Thema Bildung diskutiert. In einschlägigen Lehrerblogs demontieren sich die Gegner und Befürworter.

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Das digitale Klassenzimmer Chancen & Risiken

Passende zur didacta die Ende Februar in Hannover stattfindet beginnt der öffentliche Diskurs zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht. In der FAZ erschien gestern ein Artikel zum Thema „Das digitale Klassenzimmer„.

Die Autorin zeigt am Beispiel des Franz-Stock Gymnasiums (@FranzStockGym) in Arnsberg, wie der Einsatz digitaler Medien gelingen kann. Deutschland hat 40 TSD. Schulen, wie weit das Digitale- das Kreidezeitalter überwunden hat, erklären eine Studie im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung (@KASonline) und die KIM-Studie, deren Ergebnisse im Rahmen der didacta vorgestellt wird. Exemplarisch, für die problematische Situation an deutschen Schulen, ist der Leserkommentar einer Lehrerin zum erwähnten Artikel in der FAZ, den ich hier ungekürzt wiedergebe.

Meine Erfahrungen mit Whiteboards sind schlecht. Es schreibt sich nur holperig darauf, das Ergebnis ist kaum lesbar. Selten, dass eine Schulstunde ohne technische Probleme verläuft. Dazu Inkompetenz von Lehrerseite, und dieses ständige kalibrieren, was eh nichts nützt, weil der Punkt anschließend trotzdem fünf Zentimeter vom Stift entfernt erscheint. Die Tafel ist zuverlässiger. IPads haben meiner Meinung nach zu wenig Funktionen, wenn schon sollte man richtige Laptops verwenden. Beunruhigend ist auch, dass Viele inzwischen nicht mehr in einem Buch, oder in einem längeren Text nach den Informationen suchen können, welche sie benötigen, sondern lieber über ein Suchmaschine schnell nach einer Antwort suchen lassen. Kaum ein Referat kann heute noch Bücher als Quelle angeben. Medienkompetenz schön und gut, aber wir sollten nicht verlernen ohne diese Geräte zu kommunizieren, und Informationen auszutauschen. Nicht zu vergessen, die Gefahren im Netz.(Quelle)

Die Stimmung in der Lehrerschaft kennzeichnet die Stellungname des umtriebigen Präsidenten des DLV Josef Krause. Mit bajowarischer Eloquenz tritt er als Warner auf, er sieht die Risiken und hält die Chancen für den Einsatz digitaler Medien im Unterrichtsalltag für überbewertet. Und er geht weiter und sagt: „Die totalen Computerisierung des Klassenzimmers schadet der Konzentration und dem Durchhaltevermögen der Schüler“. Hat er Recht?

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Das öffentliche Schulsystem stigmatisiert Fehler

~ Do Schools Kill Creativity? ~

„The dominant systems of education are based on three „assumptions“ that are exactly opposite to how human lives are actually lived. First, they promote standardization and a narrow view of intelligence when human talents are diverse and personal. Second, they promote compliance when cultural progress and achievement depend on the cultivation of imagination and creativity. Third, they are linear and rigid when the course of each human life, including yours, is organic and largely unpredictable.“ ~ Ken Robinson ~

Pädophilie zwischen Opferschutz und Täterhilfe

„öffentlich ausstellt, anschlägt, vorführt oder sonst zugänglich macht oder herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist,
einzuführen oder auszuführen unternimmt“

Wer pornographische Schriften, die sexuelle Handlungen von, an oder vor Kindern zum Gegenstand haben, verbreitet macht sich strafbar. Strafbar macht sich auch, wer „bewusst und gewollt eine Internetseite mit kinderpornographischem Inhalt aufruft und auf seinem Bildschirm betrachtet.“ (Quelle FAZ, 15.02.2014)

Das ist eine recht weitgehende Strafbarkeit. Wieso sind die Neugierde und das Wissenwollen strafbar? Mit dieser Rechtsprechung wird die Neugierde bestraft, schon das Wissen wird damit zu einer strafbaren Handlung. Meines Erachtens wird hier über das Ziel hinaus geschossen.

Nacktbilder der eigenen Kinder, ein No-Go

Andererseits bleiben der Austausch und die Verbreitung der Nacktfotos der eigenen Kinder straffrei. Wieso? Dabei könnte man hier, zu recht und ohne wenn und aber fragen, ob nicht auch hier schon Persönlichkeitsrechte des Kindes verletzt werden. Halten wir Inne und fragen uns, in welchem Zeitraum entwickelt sich das Schamgefühl von Kindern? Welches Kind will schon gerne nackt fotografiert werden? Was ist das für eine elterliche Haltung, wenn die eigenen Kindern nackicht im Garten tollen und der Vater/ die Mutter dann die Kamera zückt und das Treiben fotografiert? Wer ist da der Voyeur? Ist das im besten Interesse des Kindes?

Wir sollten lernen anders über dieses sehr fragile Thema zu reden und aus der Sicht des Kindes die Strafbarkeit zu bestimmen. Wieso sollte die Weitergabe von Nacktbildern der eigenen Kinder keine Verletzung der Persönlichkeitsrechte darstellen, ist das religiös begründet? Nein, es ist meines Erachtens Ausdruck der Desensibilität der Eltern für die kindliche Intimität.

Stellen wir uns die Neugierde von Jugendlichen im Alter von 12-21Jahren vor, die sich zu diesem Thema informieren wollen und per Klick absichtlich oder unabsichtlich auf diese Seite gelangen, machen diese sich dann strafbar? Ich hoffe nicht!

Sperren und diskriminieren

Andererseits sollten Seiten mit solchen Inhalten gesperrt werden. Algorithmen sollten diese selektieren können und anzeigen. Außerdem sollten jegliche persönliche Bilder von Kindern nicht im Netz veröffentlicht werden dürfen, da wir nicht sagen können, dass dies mit Zustimmung der Kinder selbst erfolgt. Wieso nicht das strafbewähren?

Über das Schamgefühl

Das Schamgefühl ist ein sehr diffiziles Gefühl. Was für den einen schamlos ist, ist es für den anderen nicht. 80% der Kinder will nicht einfach fotografiert werden, strecken die Zunge raus, wenden den Kopf ab und machen im besten Fall Faxen, um nicht fotogen zu erscheinen. Eltern sollte sich dessen bewusst sein. Auch der Besuch eines FKK Events mit Kindern kann das Schamgefühl von Kindern verletzten. Die Idee von u.a. den Grünen, ausgesprochen und vertreten von der Berliner Abgeordneten Renate Künast, solche Fotos aus diesem Kontext zu tolerieren ist fragwürdig. Was ist hier mit der Subjektstellung des Kindes? Es sollte klar sein, ohne die bewusste Einwilligung der Kinder sollten solche Fotos nicht weiter verbreitet werden und hier sind die Eltern gefragt sensibler mit dem Schamgefühl ihrer Kinder umzugehen. Auch in der Kunst haben solche Ablichtungen nichts zu suchen, solange sie nicht den Künstler selbst abbilden.

Mädchen und Buben sind keinesfalls Freiwild der Eltern, insbesondere für die Rechte am Bild sollten die Eltern ein besonderes Verantwortungsgefühl entwickeln und sich in die Situation ihrer Kinder versetzen. Ich will jedenfalls keine Nacktaufnahmen aus meiner Kindheit im Netz wiederfinden, weil es ja so lustige Schnappschüsse, aus einem vermeintlich geselligen Urlaub waren!

Im Bundestag

Niemand gehört als Volksvertreter in den Bundestag, der meint über Server des Bundestages pornografische Inhalte konsumieren zu müssen, genau so wenig gehören Daniel Cohn Bendit und Volker Beck in ein Parlament, die ihre eigene sexuelle Präferenz zur politischen Thema machen, dann sollen sie als Lobbyist ihr Geld verdienen, aber solche Leute sollten nicht die Ehre widerfahren Volksvertreter sein zu dürfen. Haben Abgeordnete keinen Ehrenkodex? „Ich mache nicht meine persönliche Bedürfnisse und Interessen zur Programmatik meines politischen Handelns, weil ich dem Allgemeinwohl verpflichtet bin!“
Heute wird von DAX Unternehmen verlangt, dass sie eine Business Social Compliance formulieren. Wieso höre ich da nichts von Volksvertretern? Mandatsträger sollten einen vergleichbaren Kodex, einer Political Compliance unterschreiben.

Sebastian Edathy soll als Abgeordneter Zeit gehabt haben, über den Server des Bundestags, seinen Pädophilen Interessen nachgegangen zu sein. Wenn das so stimmt, ist das eine Frechheit! Wie es auch eine Frechheit von jedem anderen ist, wenn er sich im Rahmen seines Mandates auf Kosten des Steuerzahlers pornografische Inhalte anschaut.

Es braucht eine unabhängige außerparlamentarische Kontrolle, die rücksichtslos aufklärt, was über die Server des Bundestags von Abgeordneten abgefragt wird.

Was sind das bitte für Abgeordnete, Strafrecht hin und her, die meinen den Bundestagsserver dafür benutzen zu müssen? Wer sich erlaubt, in seiner Funktion als Abgeordneter Nacktbilder von Kindern bestellen zu müssen, gehört nicht in den Bundestag!

Opferschutz statt Opferhilfe

Spüren sie den feinen Unterschied, zwischen Schutz und Hilfe. Hilfe nimmt man in Anspruch, wenn man darum fragt, Schutz bekommt man, sie ist am sinnvollsten, wenn sie strukturell verankert ist. Ein Kindergarten, eine Schule, ein Sportverein schaut genau hin, was seine Mitarbeiter tun, besonders die ganz smarten, mit den lieblichen Mundwinkeln und den überzogenen Ansprüchen.

Mich interessiert nur eins, wie geht es den Kindern. Wer sind sie und wussten sie von der Veröffentlichung? Wie kann eine Gesellschaft ihre Interessen so stark machen, dass sie nicht lebenslang durch die Veröffentlichung gezeichnet sind? Wenn die Bilder, im Fall Sebastian Edathy, illegal entstanden und dann auf dem Markt angepriesen und verkauft worden sind, dann gehört der Mann vor Gericht gestellt, dann hat er zu erklären, wieso er es für nötig befand, dies im Kontext seines Mandats zu tun. Edathy erklärt, er hätte die Bilder legal erworben, vielleicht sollte er die Frage beantworten, ob er sich vorher vergewisserte, ob die Bilder legal entstanden sind!

Opferschutz beginnt in der Familie, und hört nicht in der Schule auf. Solange wir den Satz „Sex sells“ goutieren wird es skrupellose Geschäftsleute geben, die damit ihren Reibach machen. Hier können wir als Eltern, als Konsument Einfluß nehmen, schauen wir genau hin, wie jemand sein Geschäft macht und auf wessen Kosten. Vom Vorsitzenden des NSU Untersuchungsausschusses hätten wir erwarten dürfen, dass er diese Regeln auch für sich in Anwendung bringt.

Täterhilfe kein Täterschutz

„Stellen sie sich einen Fluss vor, bei dem an einer Stelle immer wieder Kinder hineingeworfen werden. Ist es wirklich die sinnvollste Rettungsaktion, sich einfach flussabwärts aufzustellen und die Vorbeischwimmenden wieder herauszufischen? Oder sollte man nicht eher den Menschen, der die Kinder hineinwirft, daran hindern, das zu tun? (Quelle Ulrike Lehmkuhl)

Vor mehr als 10 Jahren lernte ich im Rahmen einer Weiterbildung zum Thema „Tätertherapie ist aktiver Kinderschutz“ den niederländischen Psychotherapeuten Ruud Bullens aus Amsterdam kennen. Obiges Zitat stammt von ihm und es zeigt worum es bei diesem Komplex geht. Es geht nicht darum die Täter zu schützen, sondern sie für ein Therapiekonzept zu gewinnen, die Kinder vor ihren Übergriffen schützt. Die Kinder und Jugendpsychiaterin Ulrike Lehmkuhl aus Berlin hat in ihrem Lehrbuch Ethische Grundlagen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Bullens Therapiekonzept – Stufen der Gruppentherapie nach Ruud Bullens, ausführlich beschrieben. Im Weiteren zitiert Ulrike Lehmkuhl „Das Dilemma des pädophilen Menschen“, wie es Gunter Schmidt beschrieb.

Pädophilie ist eine Krankheit. (ICD 10-/DSM IV-Code). Pädophile leben unter uns, in allen Bevölkerungsschichten, sie sind im Alltag von Schulen, Kliniken, Kindergärten und Sportvereinen zu finden. Unter uns, heißt dann aber auch, dass wir uns dieser Erkrankung vorurteilsfrei stellen sollten. Wir sollten unterscheiden, was die Kinder brauchen und wie wir den Kranken begegnen. Opferschutz hat Vorrang, Krankheit hat Vorrang und muss von ausgebildeten Spezialisten behandelt werden. Spezialist für die Heilung ist nicht, wer selbst betroffen ist. Ja sie oder er sind kompetent und im Sinne einer klientenzentrierte Selbsthilfe für andere Täter kokreative Helfer. Doch Selbsthilfe ist kein Ersatz für die Therapie.

Auf der Therapieseite brauchen wir Professionals, die die Tricks und Manipulationen der Täter kennen und wissen, wie die Täter sich Opfer aussuchen und ermächtigen.

Es wird zu wenig für die Opfer getan und es gibt zu wenig Tätertherapeuten, die dort am Fluss stehen, wo die Kinder in den Fluss geworfen werden.

Wir werden dieses Thema nicht allein mit dem Strafrecht in den Griff bekommen. Wir müssen dafür Geld in die Hand nehmen und unsere Kinder dafür sensibilisiere, wie sie von Erwachsen manipuliert werden können und darin bestärken zu sagen, Nein, das will ich nicht und sich souverän aus der Situation befreien. Täter, so Bullens, erschleichen sich die Aufmerksamkeit liebes- und zuwendungshungriger Kinder. Satte Kinder werden auf dieses Spiel nicht eingehen. Opferschutz beginnt bei den Eltern. Wie bestärken Eltern Kinder in ihrem Willen Nein zu sagen, oder konditionieren sie die Kinder so, dass aus dem Nein, das will ich nicht ein Nein, das möchte ich nicht wird? Der Unterschied ist eindeutig! Es darf eben nicht heißen, das möchte ich nicht, sondern das will ich nicht, Finger weg, lass mich in Ruhe!

Beratungsstellen wie in Essen und Berlin tappen im Dunkeln, irren, wenn sie meinen Tätern kostenlose Angebote machen zu müssen. Der Abgeordnete Sebastian Edathy ist nicht arm, der kann sich eine Therapie leisten, wenn er denn die Einsicht hat, dass er krank ist und sich therapeutische Hilfe holen sollte. Therapie für Pädophile scheitert nicht an der Geldfrage. Pädophilie ist keine Frage des Prekariats. Ein kostenloses Therapieangebot ist aus systemischer Sicht ein No-Go. Die Gesellschaft muss nicht in Vorleistung treten damit Täter eine Therapie startet. Wer sich die Therapie tatsächlich nicht leisten kann und eine Therapie machen will, sollte, analog zu BAFÖG Regelung, einen zinslosen Kredit erhalten, wenn eine Therapie an der Finanzfrage scheitern sollte.

Der Fall Edathy offenbart, wie wir mit Thema Pädophilie und Sexualität in unserer Gesellschaft umgehen. Er zeigt das Dilemma zwischen Opferschutz und angemessener Täterhilfe. Das Strafrecht ist nicht der Hebel der hier erfolgreich regulativ eingreift.
Edathy dürfte sich über die Tragweite seines Handelns bewusst gewesen sein, es hat ihn nicht daran gehindert sein Verhalten zu bagatellisieren. Er hat sich scheinbar keine Gedanken gemacht, wie die Fotos zu Stande gekommen sind, es war für ihn nebensächlich, er hat eine Ware erhalten, die ihn befriedigte und das war gut so – für ihn.
Die Kinder und Jugendlichen spielten dabei für ihn keine Rolle! Wenden wir uns den Kindern zu und stellen wir uns an die Stelle des Flusses, wo die Kinder in den Fluss geworfen werden!

Sag mir wo die Männer sind, wo sind sie geblieben?

„Das Rollenverständnis der meisten Väter ist heute von einer gewissen Widersprüchlichkeit geprägt: Väter wollen weiter Haupternährer der Familie und gleichzeitig vollwertige Bezugs- und Erziehungspersonen für ihre Kinder sein. Dieser Anspruch setzt auch Väter zunehmend unter Druck.

Wir gedenken in diesem Jahr dem Hundertjährigen Ereignis des Beginns des 1. Weltkrieges. Die ersten Zeilen (etwas modifiziert), des hier unten folgenden Artikels, stammen aus einem Lied, einem Protestsong gegen den Vietnamkrieg, er hätte auch nach dem ersten Weltkrieg geschrieben sein können. In dessen Folge starben Millionen von Männern – Söhne, Brüder und Väter auf beiden Seiten. Nach dem zweiten Weltkrieg schrieb Alexander Mitscherlich sein Buch über die vaterlose Gesellschaft und ich hielt vor 10 Jahren einen Vortrag „Wege aus der vaterlosen Gesellschaft“. Das Thema der neuen Väter ist latent aktuell, aber politisch ohne jegliche Resonanz. Es gibt keine einzige Väterberatungsstelle in Deutschland. Doch das Klagen über die Defizite der Männer & Väter ist laut und nachhaltig, oft genug auch zu recht. Denn der Mann im 21 Jahrhundert ist, ob seiner Rolle unsicher und oft genug auch überfordert, er würde gerne Partner sein und macht oft genug die Erfahrung, wie er durch die Zeiten und Wirrnisse des Berufslebens, in die alten, traditionellen Rollenbilder zurück gedrängt wird, wenn er erfolgreich sein will. Und noch etwas: Frauen, die neuen Frauen finden staubsaugende Männer keinesfalls sexy. Sexy ist der Mann der Macht und Geld hat, Atribute einer Männlichkeit die andererseits heftig bekämpft werden. Es herrscht Kampf zwischen den Geschlechtern, wenn man z.B. Alice Schwarzer und der sog.aufgeklärten Linken Sozialpolitik folgt. Und in den Alkoholkliniken sind Väter und Männer auf Entzug, auch eine Folge des nicht Hinschauenwollens und einer verfehlten, allein auf Verbandsinteressen basierenden Geschlechterpolitik.
Zum Thema empfehle ich den folgenden Artikel von Wolfgang v.der Rydt.

Vom verschwinden der Männlichkeit

Sag mir wo die Männer sind! Wo sind sie geblieben? Sag mir wo die Männer sind! Was ist geschehen? Sag mir wo die Männer sind – wegerzogen schon als Kind – wann wird man je verstehn? Wann wird man je verstehn?

Früher haben die Kriege ganze Generationen vom Männerüberschuss gereinigt – heute übernimmt diesen Part die Genderpädagogik. Zuviel Männlichkeit ist in jeder Gesellschaft rein fortpflanzungstechnisch betrachtet nicht besonders sinnvoll, um die Art zu erhalten benötigt es vor allem viele Frauen, da sie maximal nur alle neun Monate ein Kind zur Welt bringen können – während ein Mann in dieser Zeit unzählige Kinder zeugen kann. Theoretisch käme die genderbereinigte Gesellschaft von Morgen sicher mit einem Männeranteil von weniger als 10 % aus. Mit der Männlichkeit hat auch gleich der Krieg ausgedient – weg mit dem überflüssigen Testosteron. Verstümmeln wir die kleinen Schwanzträger doch gleich zu Beginn ihres zu 90 % überflüssigen Lebens – nur seelisch, psychisch, emotional versteht sich. Das sieht immer noch besser aus, als die abgetrennten Gliedmaßen und entstellten Gesichter der armen Veteranen, die solch ein barbarisches Gemetzel unglücklicherweise überleben. Männlichkeit hat in unserer Mediengesellschaft ihren Platz nur noch in ihrer überzeichneten Form, beispielsweise in Gestalt eines Dieter Bohlen im Trash TV und hat nur noch reine Alibifunktion.

Schwanz ab!Wir reden von Homosexuellen in Deutschland und ihrer ach so schlimmen Benachteiligung in der Gesellschaft, als Schwuler kann man höchstens Außenminister oder Oberbürgermeister von Berlin werden, wir reden von Frauenquoten in Unternehmen, weil Frauen dort noch immer unterrepräsentiert seien. Vielleicht sind Frauen aber nur einfach klüger als Männer und verzichten gerne auf einen Managerjob ganz oben, weil sie einfach nicht bereit sind, den Preis dafür zu bezahlen. Bei all der Gleichmacherei und dem Benachteiligungsgejammere wird eine Gruppe stets überhört – die Männer, insbesondere vorwiegend heterosexuelle Männer mit Kindern, die unglücklicherweise getrennt leben. Was gibt es nicht alles für Hilfsangebote und Initiativen für alleinerziehende Mütter, staatlich gefördert und stets in den Medien präsent, besonders wenn die Sozialpolitikerinnen mal wieder Wählerstimmen benötigen.

Wer engagiert sich für die Väter? Wann wurde je in einer Talkshow über die Düsseldorfer Tabelle geredet, über die gängige Rechtssprechung, die ganz augenscheinliche Benachteiligung der Väter durch Jugendämter und Justiz wenn es um Sorgerecht und Unterhalt geht? In der Regel sind es die Väter, die nach einer gescheiterten Beziehung Unterhalt zahlen müssen und ihre Kinder, wenn es gut läuft nur noch alle 14 Tage sehen können. Doppelt und dreifach bestraft – Beziehung gescheitert, Kinder weg und an eine neue Existenz ist so schnell nicht mehr zu denken. Ist das gerecht? Wo bleibt der Aufschrei? Wer hört ihnen zu? Haben wir mal über Männerquoten in sozialen Berufen geredet? Geredet, ja, aber gehandelt? Pflege und Pädagogik sind seit jeher die Domäne der Frauen, das Pendant zur Front im Männerkrieg. Da fällt der Genderwahn von heute auf fruchtbaren Böden. Wir sind und haben alle gleich zu sein trotz deutlich erkennbarer Unterschiede. Wenn auch aus den Familien durch Trennung die Väter verschwinden, dann mangelt es an männlichen Vorbildern, die gerade in der prägenden Kindheit so wichtig sind.

Wo bleibt der Aufschrei, wenn Jungs, die raufen wollen, das nicht dürfen, weil die Erzieherinnen in der KiTa ein Problem damit haben? “Wann ist ein Mann ein Mann?” singt Herbert Grönemeyer auch heute noch – von wem redet er? Es gibt keine Männer mehr, der Aufschrei bleibt aus – der Schwanz ist ab!

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wider die Stigmatisierung von Kindern

20 Million Kids & Adolescents are labeled with „mental disorders“ that are based solely on a checklist of behaviors. There are no brain scans, x-rays, genetic or blood tests that can prove they are „mentally ill“, yet these children are stigmatized for life with psychiatric disorders, and prescribed dangerous,life-threatening psychiatric drugs. Child drugging is a $4.8 billion-a-year industry. Get the facts about this multi-billion dollar industry that is labeling and drugging kids for profit.

Most of this is taking place in the public „education“ environment, a system designed since it’s inception in the 18th century in France and Prussia, to dumb the population down and make children „useful tools“ in the hands of governments and their military.

Heute habe ich obiges Video unter folgendem Text gesehen:
„Stimmt es also am Ende doch, dass der Mensch belogen sein will? Ja, es stimmt. Da er sein Glaubenssystem nicht aufgeben will, wird alles, was auch immer ein anderer sagt, zur Lüge.“

Das Zitat wird mit der Forderung beendet: „Die Labels müssen entfernt werden.“ –  und in meiner TL steht zu lesen: Wir brauchen eine radikale Personal-Entwicklung“
Ja,
 die Labels müssen weg. Sie stigmatisieren und sind wie ein Korsett, es schnürt das Selbst.  Hinterm Branding versteckt, sind die Labels wie ein Knopf im Ohr, es fehlt nur noch der Barcode, wie bei der Viehwirtschaft. Wir pflegen eine Label-Kultur, wir hängen den Kindern Labels an. Labels rechtfertigen Anderssein.
Einst kennzeichneten die christlichen Bürger ihre jüdischen Nachbarn mit einem gelben Ring, um sie von den anderen zu unterscheiden, aus dem Ring wurde ein Stern. We are all stars.
Da Vincis Postulat – „häng deinen Karren an einen Stern“, ist so gründlich missverstanden worden.

Wir labeln, als ob es um unser Leben ginge. Was hab ich nicht immer aus wohlwollendem Elternmund gehört? Fördern solang das Fenster noch offen ist, so früh wie möglich, am Besten mit drei und vier ans Klavier und dann kommt die böse Zeit, wenn die Kinder gegen ihre Eltern aufbegehren, in der 7., 8. und 9. Klasse auffällig werden, sich unangepasst verhalten, die Grenzen überschreiten und das Leben ausprobieren.

Dann sind Erziehungsberatungsstellen und Psychologen an der Reihe, dann ist das Geschäftsmodell Elterncoach gefragt, obwohl es doch ganz einfach sein könnte, entfernt die Labels und lasst die Kinder werden, was sie sein wollen, damit wir ihnen sagen können.
Ihr seid geworden, was ihr sein wolltet.

Lob für die berufliche & Kritik an der schulischen Ausbildung in Deutschland

Gerade jetzt in Wahlkampfzeiten will sich die Kanzlerin in schönes Licht stellen, dazu bedient sie sich auch so mancher Lügen. Sie preist die niedrige  Arbeitslosigkeit der deutschen Jugend und erlaubt sich das ihrer Regierungsarbeit anzurechen. Ein genauer Blick belegt, dass es sich um eine durchsichtige PR-Finte handelt. Denn die Wirklichkeit sieht weit aus weniger rosig aus. Was sagen die Unternehmer?

„(…) jedes zweite Familienunternehmer (58 Prozent) Probleme habe, geeignete Azubis zu finden – zumeist aufgrund der schlechten Vorbildung vieler Bewerber. Vor allem mathematische Kenntnisse (38 Prozent), sprachliches Ausdrucksvermögen (37 Prozent), Sozialkompetenz (35 Prozent) und Leistungsbereitschaft (32 Prozent) seien bei vielen Bewerbern nicht genug ausgeprägt. Lencke Wischhusen, Bundesvorsitzende von „Die jungen Unternehmer“, sieht die Schulen in der Pflicht: „Ich würde mir wünschen, dass sich die Lehrinhalte in den Schulen auch an den aktuellen Anforderungen in den Unternehmen orientieren. Dazu gehört auch, dass mehr Wirtschaftsthemen in die Schulbücher und Lehrpläne gehören. Darüber hinaus wäre es sinnvoll, für Lehramtsanwärter ein verpflichtendes Wirtschaftspraktikum einzuführen.“

Die Perspektivlosigkeit für die europäische Jugend ist ein Fakt. Was für Chancen bieten sich Jugendlichen zum Berufseinstieg in Europa, egal ob sie einen universitären oder anderen schulischen Abschluss vorweisen?  Zur Eröffnung des akademischen Jahres 2013/2014 an der Rijksuniversiteit Leiden hat Constantijn van Oranje-Nassau (Chef de Cabinet of @NeelieKroes EU commissie) den Erstsemestern zugerufen, dass sie an sich glauben, aber im Bewusstsein behalten sollen, dass heute ein Abschluss an einer Hochschule keine Garantie mehr für eine Festanstellung sei.

Die Kanzlerin spielt wieder einmal Sandfrau. Eigenlob stinkt und es stinkt mächtig. Aus dem obigen Zitat wird deutlich, die zentralen Fragen sind doch: Sind die Absolventen reif fürs Berufsleben und sind die nackten Zahlen wirklich unter den Euroländern, so mir nichts dir nichts vergleichbar? Ich sage Nein!

Wie lange gehen deutsche Jugendliche zur Schule? Was ist das durchschnittliche Eintrittsalter von Berufsabsolventen in die Berufstätigkeit? Wie sieht unsere Alterspyramide im Vergleich dazu aus? Schon ein Blick in die Niederlande zeigt, wir sind was den Einritt in die Berufswelt betrifft Spätzünder und rangieren nicht an der Spitze. Das wirft ein Licht auf unser Bildungssystem und den langen Schatten einer schlechten schulischen Grundausbildung. Kaum ein deutsches Unternehmen ist mit dem Bildungsstand deutscher Schulabsolventen zufrieden. Dreisatz und Prozentrechnung – tote Hose!

Die Kanzlerin ist hämisch und arrogant. Deutschland, Deutschland über alles, so macht man Wahlkampf und Otto Normalverbraucher hört gerne die rosaroten Signale.

Wie sagte Dostojewskij: “Aus hundert Kaninchen wird niemals ein Pferd und
aus hundert Verdachtsgründen niemals ein Beweis.”

Wir brauchen dringender denn je eine Bildungsreform. Eine wirklich Schule fürs Leben, die die Potenziale der Schüler in den Fokus stellt. Aber was – ich wiederhole mich. Schule in Deutschland – a never-ending story, a horrible never-ending story!

Quelle: „Education at a Glance“ OECD Study via @Haufe.de