Paula’s All In: The Education of David Petraeus

9. November is Paula’s birthday, 40 years ago and the day of David Petraeus resignation. A good or a bad day? Now she is on the bad side of the story and she became the femme fatale of this issue. 

His armor vaporized on Nov. 9 when Petraeus (West Point ’74) announced that he was stepping down as director of the CIA because of his relationship with his biographer, Paula Broadwell (West Point ’95). Both military and intelligence officials have said that Petraeus seemed smitten by Broadwell and gave her unprecedented access to him and his work for All In: The Education of General David Petraeus, her adulatory account of his life and times, which was published in January. (TimeMagazin David Petraeus’Career)

More than 10 month ago on 25th January Paula is introducing the new biography “All In” of David Petraeus. She is one of the co-authors. Look and listen carefully to the video and interview by one of Americans famous comedian Jon Stewart (The Daily Show). What is Paula telling about her relationship with David and her 5-mile running experiences by the way?  I find this very remarkable, as she said: „I thought I’d test him, but he was going to test me…“ That’s what we believe in of today. So running was definitively only an opportunity? 

In the cited interview with Jon Stewart, she sounds adoring of Petraeus. ‘He can turn water into bottled water,’ she joked. Broadwell got to know Petraeus through several five-mile runs that doubled as interviews—a tactic he’s been known to use with journalists. “It was an opportunity for me to interview him on a run,” she told Stewart. “I thought I’d test him, but he was going to test me—it ended up being a test for both of us since we both ran pretty quickly. That was the foundation of our relationship.”

In November 2012, it was reported that Paula Broadwell had an affair with General David Petraeus, leading to his resignation as director of the CIA. (here the full text) Just last week Paula introduced Petraeus’s „Rules for Living“ in Newsweek – the 12 commandments for military leadership and personal excellence. No.5: „We all will make mistakes. The key is to recognize them and admit them, to learn from them, and to take off the rear view mirrors – drive on and avoid making them again.“

Please be not bigot, this is not a drama it’s only about a affair between the most powerful spy in the western world and a really smart women „in war“,  with a flagship career at the West Point Academy.

This is the material from which movies are made, she is attractive, with ambitious and he a hero. It’s a story like a Greece tragedy.  (Washington Post Opinion by Ruth Marcushubris meets high tech). More here: about the open questions behind the bizarre resignation. 

Are we really living in the 21st Century or still in the age of T. Fontane? In the USA the German BP Joachim Gauck (a former Pastor) would never be a president.  That’s really funny and I would say as Oberlix: They’re crazy the GI’s! 

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911 – 2012

Esnoga zu A’dam

Frankfurt, 9.11.2012. Online Nachtrag. Auch in den Niederlanden wird der November Pogrome (Kristallnacht) gedacht, dies war mir neu, denn ich hielt es bis heute für eine rein deutsche Angelegenheit. Ich empfehle an dieser Stelle den o.a. Artikel aus dem niederländischen Blog Hoofd, Hart & Handen (reblogged). Das Gedenken fand in der großen portugiesischen Synagoge (Esnoga) zu Amsterdam statt. Die Ereignisse dieser Nacht hatten eine europäische Tragweite, insofern ist die Gedenkstunde in den Niederlanden nachvollziehbar. (Kristallnachtherdenking)

Wer von Westen kommenden ins Zentrum von A’dam reist kann das unübersehbare Gebäude der Portugiesische Synagoge am Visserplein nicht verpassen. Sie gehört zu den größten Synagogen der Welt und wurde im 17.Jahrhundert vom Architekten Elias Bouwmann entworfen. (Kart)

Hoofd, Hart en Handen

Na meer dan dertig jaar wachten met mijn bezoek, ben ik uiteindelijk nog bijna een half uur te vroeg. Dat geeft me de gelegenheid om een mooie zitplaats op één van de eeuwenoude banken te zoeken en alles goed op me in te laten werken. Het onpeilbare plafond, de geur van het vele hout, de krakende vloer, de hoge ramen met kleine glas-in-lood-ruitjes, waardoor het spaarzame herfstnamiddaglicht naar binnen valt.
Binnen branden alleen maar kaarsen. Overal kandelaars in allerlei maten. Sprookjesachtig. Maar de enorme, glimmend gewreven, koperen kroonluchters die aan lange kettingen aan de houten balken van het plafond hangen, maken de Portugese Synagoge meer dan dat. Ze benadrukken de grootsheid van de snoge en geven de ruimte majestueuze allure. Het is het wachten meer dan waard geweest.
Ik ben precies op het juiste moment gekomen.

Langzaam vult de ruimte zich met mensen in al hun verscheidenheid, de mannen en…

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911: Göttinger Tageblatt vom 10. November 1938

„Schrei was du kannst“

Hannover, Mittwoch, den 9. November 1938, milde Temperaturen bestimmen die Wetterlage für die norddeutsche Tiefebene und es wurden 2,5 Sonnenstunden, mit Temperaturen von maximal 14° und Minimum von 8° Celsius registriert.

Meine Großeltern zogen an diesem Tag nach Göttingen und meine Mutter erwartete voll Neugierde die neue Stadt, die neue Schule und die neue, große Wohnung im Erdgeschoss am Niklausbergerweg. Aufgeregt und voller Erwartungen stieg meine Mutter, das Älteste von drei Kindern aus dem Zug, der von Hannover kommend in den Süden fuhr und in Göttingen anhielt. Hier, auf dieser Station arbeitet also ihr Vater; hier, in dieser Stadt suchten ihre Eltern ihr neues gemeinsames Glück, jenseits der dörflichen Idylle zwischen Iht und Leinetal. Für diese Stadt hatten die Eltern das Landleben, das Haus mit großem Garten, Kirschbäumen und der Oma in Parterre aufgegeben.

Mit der altehrwürdige Universitätsstadt verbanden meine Großeltern Hoffnungen und Sehnsüchte, für sich selbst und die drei Kinder. Den Dreien sollte es besser ergehen, als ihnen, die in den Wirren der Kriegsjahre des ersten Weltkrieges aufwuchsen. Die Schulen und das Theater der Stadt, die Universität versprachen ihnen dafür ein großzügiges und vielseitigeres Geistes- und Gesellschaftsleben. Eine unbeschwerte Kindheit war für sie vorgesehen und erdacht. Doch wie kurz ihr ersehntes Glück sein würde ahnte keiner. Kaum war die Sonne untergegangen erbrach sich das Übel brandschatzend durch die Gassen. Mit Schrecken und Entsetzen in den Gliedern kehrte mein Großvater vom Dienst Heim und berichtete aufgebracht und verzweifelt von der brennenden Stadt-Synagoge und den marodierenden Horden, die in den Straßen wüteten und die wenigen verbliebenen Juden der Stadt drangsalierten.

Bei meiner Mutter rückte an die Stelle der Vorfreude die nackte Angst vor dem Morgen, sie sollte nicht mehr weichen; und von nun an, die Jahre ihrer Kindheit bestimmen. Im neuen Klassenzimmer konnte sie die Lücken nicht schließen, die seit diesem Tag in die Stuhlreihen geschlagen wurden. Es fehlten die Ruth, die Rachel und wie sie noch hießen. Heute wissen wir, dass die Ereignisse dieser Nacht, die Vorboten des unheilvollen Ausgangs der Lebensgeschichte von aber Millionen und auch der meines Großvaters selbst sein würden. Das in Göttingen gesuchte und nicht gefundene gemeinsame Lebensglück meiner Großeltern endet je nach 4 Jahre, mit dem mysteriösen Tod meines Großvaters im Sommer 1942.

Er hatte seinen Glauben an das Leben und das Streben nach Glück, im Schatten der Gräueltaten während des Polenfeldzug, mit den Morden an der polnischen Zivilbevölkerung und den polnischen Juden, verloren. Und was bis dahin schon unfassbar genug war, wurde durch das Entsetzen übertroffen, dass ihn ergriff, nachdem er die Schreie der Geschundene, der in Viehwaggons eingepferchten, nicht mehr überhören und aus seinen Ohren verbannen konnte. Nächtens fuhren die Waggons der Reichsbahn des Todes durch den Göttinger Bahnhof, die verzweifelten Rufe der Deportierten offenbarten das Böse der Schreckensherrschaft, die seit 5 Jahren das Land regierten und das in dieser Nacht, als ein 911-, seinen Anfang nahm.  

Zu den Ereignissen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fand sich folgende kurze Meldung im Göttinger Tageblatt, vom 10.November 1938:

„Zu stark traf uns der Schlag des internationalen Judentums, als daß wir darauf mit Worten allein hätten reagieren können. Wir haben gesehen, daß der gelbe Tempel des rachsüchtigen Judengottes in der Oberen Maschstraße in Flammen aufgegangen ist und daß die Fensterscheiben einiger noch in jüdischen Händen befindlicher Geschäfte gestern Morgen nicht mehr vorhanden waren. Die Sicherheitsbehörden haben dafür gesorgt, daß es bei diesen Demonstrationen des Volkszorns blieb.“

Die Göttinger Synagoge Ecke Untere Masch (1895-1938)

Die Folgen der Pogrome für die Deutschen jüdischen Glaubens hat Wolfgang Benz in seinem Buch „Der Weg in den Holocaust (l): Die „Reichskristallnacht“ 1938 fest gehalten, (1988 C. H. Beck Verlag, München. ) *  der ganze Text (hier)

Ein weiteres Dokument aus Wien über die Zerstörung der Wiener Synagoge in der Leopoldstadt (Radioreportage)

9/11 here is new york

Here is New York – taking
a moment to remember 

Wie heute, war es ein Dienstag – ich selbst war im Geist schon auf dem Weg nach Hause, aus der Südstadt in Köln in die Voreifel. Der Himmel am Nachmittag war bedeckt, die Temperaturen um die 17° Celsius. Um 16 Uhr hatte ich meine letzten Termin in der Praxis. Ein junger Vater hatte sich vorgestellt, wir besprachen seine Situation und trafen eine Beratungsvereinbarung.

Ich fuhr meinen Rechner runter, als mich zwischen fünf und halb sechs Uhr, die Nachricht, über den Einschlag eines Flugzeugs, in einen der Türme des World Trade Centers in New York, erreichte. Noch war nicht klar, ob es sich um einen Unfall handelte oder, wie wir heute wissen, um einen kalkulierten Anschlag. Das höchste Haus New Yorks war mir ein Begriff, ich kannte Dias von Reisen meiner Mutter, die Perspektive entlang der weißen Fassade bis hinauf in den Himmel – überwältigend, und der Blick über Long Island auf das Empire State Building.

Meine Frau, eine Pragmatikerin, die im Osten sozialisiert wurde, nahm die Nachricht, von dem Unglück, ohne große Anteilnahme auf. Für sie war es eine Katastrophe, wie viele andere, die sich weltweit ereigneten. Gleich, nach dem ich zuhause angekommen  bin, habe ich den Fernseher eingeschaltet und auf CNN die Berichterstattung gesehen. Es war unfassbar, wie nach einander die beiden Türmen kollabierten. Mein Sohn war kurz vor seinem dritten Geburtstag, ich machte mir Gedanken, wie die Bilder auf ihn wirken würden und ob ich ihn davor schützen müsste.

Mir war übel und ich ahnte, dass dies für uns alle eine Zäsur sein würde. Die Bilder, wie in einem fiktiven Film, waren real und mit realen Entsetzen verbunden, die Schreie real, die aufgerissenen Augen real, die Erschütterung in den Gesichtern keine einstudierte Mimik. Das Entsetzen absolut real und wir alle Zeitzeugen. Die Bilder brannten sich ein, die Perspektiven der aufnehmenden Kameras unvergesslich, wie Flug Nummer 175, der United Airlines, drei Minuten nach neun Uhr morgens, in den zweiten Turm einschlägt.

Die kommenden Ereignisse sollten meine Befürchtungen bestätigen, wir standen am Rande eines globalen Krieges, dessen Grenzen asymmetrisch verlaufen. Überhaupt spüren wir hier in Deutschland wenig von diesem Krieg, hin und wieder sehen wir Bilder aus Afghanistan, wo die Bundeswehr, seit mehr als 10 Jahren unsere Freiheit verteidigt. Wir spüren die Anspannung und den Zustand der besonderen Wachsamkeit, wenn wir in einen Flieger steigen und Handgepäck  mit nehmen. In London und Madrid sollten sich weitere Anschläge ereignen.

..remember:  Bush sat there in a classroom for ten mins doing nothing after he heard America was under attack!
..“We will never forget how indelibly that day affected our country.“@karilikesafari

Die Fakten (interaktiv reconstruction) sind bekannt, die Umstände und auch die Spekulationen über das Ereignis in den letzten 11 Jahren ausführlich besprochen. Über meine Scheidung konnte ich ein Buch retten, dass in beeindruckender Weise in Bildern an diese Tragödie New Yorks erinnert. Here Is New York, von Alice Rose Georg, Gilles Peress, Michael Shulan und Charles Traub (http://hereisnewyork.ogr). Ich kann das Buch jedem empfehlen, bemerkenswert das Zitat auf der zehnten Seite.

„…the city, for the first time in its long history, is destructible. A single flight of planes no bigger than a wedge of gees can quickly end this island fantasy, burn the towers, crumble the bridges, turn the underground passages into lethal chambers, cremate the millions. The intimation of mortality is part of New York now: in the sound of jets overhead, in the black headlines of the latest edition.“ (E.B.White, Her Is New York, 1949)

One World Trade Center construction in progress

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