Es sind Menschen – die nach Spielregeln fragen

Folgender Beitrag erschien unter dem Titel
“Sicherheitsrisiko: Unkontrollierte Zuwanderung”
auf dem Blog opposition24.de, am 31. August 2015 

“Whether the aim is in heaven or on earth wisdom or wealth, the essential condition of its pursuit and attainment is always security and order” und ich erweitere profozierend  – “and not liberty and justice”. Johan Huizinga

Europa braucht sichere Landungsbrücken nach Europa und keine unkontrolliert Zuwanderung. Das klingt simpel, scheint aber alles andere als einfach zu sein.

Europas Festung hat keine Zugbrücken, kennt nur Burggräben, die zur tödlichen Falle für mehr als 20 TSD Menschen aus Afrika geworden sind. Das ist alles, seit Jahren bekannt, doch erst die Eskalation, in den letzten Wochen, rückt das Thema an die erste Stelle der politischen Agenda.

Beschämend, wie sich das politische Establishment dazu verhält und jeder Groll der Bürger, über diese Untätigkeit der Regierenden, ist all zu verständlich und mehr als berechtigt. Schlimmer noch ist die Untätigkeit der Regierenden und ihrer Administrationen. Sie stellt ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko, für die europäische Zivilgesellschaft dar.

Doch die Politik ereifert sich lieber, das Grollen der Bürger zu verschmähen, statt sich sachlich den Fragen zu stellen und Konzepte der Inklusion, mit den Gemeinden vor Ort abzustimmen. Die Politik schmettert jede Kritik ab, beschwört die Nationale Aufgabe, es gelte jetzt die Ärmel hoch zu krempeln und das Meckern unverzüglich einzustellen.

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Grüne wollen Werbung für Süßes verbieten – tolle Idee!

LOB:

Werben verbieten hieße den Lustgewinn, um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu strangulieren – so ein Verbot des Werbens verfängt sich.

Um das erfolgreich zu realisieren müssten wir unsere Kinder von einer Umwelt isolieren, wo wir sie doch eigentlich fit machen wollen, damit sie lernen sich in dieser Umwelt zu behaupten .

Allein Bildung und Aufklärung, mit dem Ziele der Mündigkeit und der Stärkung des Eigensinns, schützt Kinder vor den Folgen asozialen Konsums von Süßigkeiten und anderen Surrogaten – da wo es im Leben um die Befriedigung von Lüsten geht, hilft allein die selbstbestimmte, mitfühlende Befriedigung und helfen keine Verbote.

Um nicht Sklave von Ethanol und Zuckers zu werden, müssen wir lernen mündig zu sein, Maß zu halten, selbstbestimmt zu verzichten – so etwas aber kann einer nur aus sich selbst heraus entwickeln und nicht von Außen verordnet werden….

Der Vorschlag der Grünen zeigt neuerlich, ihr grundsätzliches Missverständnis von Freiheit und Verantwortung – sie folgen immer noch dem Selbstbild als Glücksritter, an dessen Wesen soll die Welt genesen….

Sie sind die Unbelehrsamen, die nicht besser sind, als die Dealer, die auf die Abhängigkeit ihrer Konsumenten setzen!

Ursprünglich veröffentlicht auf Jenny´s Blog:

Renate Künast von den Grünen fordert: “…endlich keine Lebensmittelwerbung mehr an Kinder unter zwölf Jahren zu richten, wenn die Produkte nicht den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation für ausgewogene Ernährung entsprechen”. Unterstützung bekommt sie vom SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach. “Werbung, die gezielt Kinder anspricht, muss verboten werden”. Diverse Medien berichten darüber: Welt, Huffingtonpost, Zeit und die WiWo mit einer Gegenmeinung.

Ich finde das klasse! Werbung für Dinge, die uns schaden können, sollte man verbieten. Ich hätte da noch ein paar ergänzende Ideen.

  • Alkohol

Jährlich sterben ca. 74.000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Alkohol. Knapp 2 Millionen gelten als alkoholabhängig. Trotzdem läuft im TV ganztägig Werbung für Bier, Wein, Sekt und auch harte Sachen. Es ist leichter den Schnaps zu kaufen, als die Schmerztabelle für den nächsten Morgen. Kinder und Jugendliche sind Tag für Tag dieser Droge ausgesetzt. Zucker ist ziemlich harmlos dagegen.

  • Politik

Auch politische Werbung sollte…

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“Hier find ich meine Zuflucht” – zwischen Schweinshaxe, rheinischen Sauerbraten und Mülltrennung

Je trouve ici mon asile.
“Hier finde ich meine Zuflucht”

Vor der Höhe, eine kleine barocke Dorfkirche, nach Osten ausgerichtet, hinter und über dem Altar, die hölzerne, taubenblaue Kanzel, mit roten Leisten, einer Taube, die auf einem Olivenzweig sitzt, über dem Fünf-Wort-Satz.

Sie prangt, unübersehbar an der Stirnseite der Kanzel, wie ein Markenzeichen, wie der Slogan einer Werbe-Kampagne Bilder schmückt. Kein christliches Kreuz, eine Taube, eine Aussage – ganz unmissverständlich. Die Kreativen von JvM könnten es nicht besser. Der Kirchgänger kann sich den Zeilen nicht entziehen, er muss sie zur Kenntnis nehmen.

jetouve_Altar_Kanzel

Kein Bekenntnis, eine Botschaft aus einer anderen Welt. Keine hole Phrase einer Absichtserklärung, für eine ersehnte Wirklichkeit. Ein Statement, aus der Zeit des Landgrafen, nach den Wirren des 30 jährigen Krieges, dem Lessing ein literarisches Denkmal setzte, ob verdient oder unverdient, sei dahin gestellt.

Weiter talwärts steht heute ein Obelisk, roter Mainsandstein, aus der wilhelminischer Epoche, der auch an das politische Credo des Fürsten zur Flüchtlingsfrage erinnert: „Lieber will ich mein Silbergerät verkaufen, als diesen armen Leuten die Aufnahme versagen“. Sicherlich, auch dieser Fürst ist nicht uneigennützig, verfolgt ein von wirtschaftlichen Gesichtspunkten getriebenes Eigeninteresse. So what – es ist legitim, wir nennen es heute eine Win-Win-Situation (Quelle).

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Demokratie ist unwahrscheinlich

“Der gute Demokrat setzt im Disput seinen
Verstand, seine Eloquenz und seine Emotionalität ein,
aber niemals seine Faust.” Gabor Steingarten

Mit diesem Satz eröffnet der Herausgeber des Handelsblattes sein Briefing für den heutigen Montag, den 24. August. 2015 und sagt im weiteren: die offene Flüchtlingsfrage spaltet die deutsche Gesellschaft. Was spaltet hier, die Flüchtlinge oder die Konzeptionslosigkeit der Politik – die sich weigert, mit dieser humanitären Frage, angemessen umzugehen?

Das Zitat gründet auf dem Gedanken, dass wir zwischen guten und schlechten Demokraten unterscheiden könnten. Was ist bitte ein schlechter Demokrat? Eventuell bin ich ein Demokrat, mit Haut und Haaren oder keiner, irgendwas dazwischen gibt es nicht, sowenig, wie eine Frau ein bisschen schwanger Sein kann. Insofern ist diese Umschreibung “guter” Demokrat irreführend. Ich will drei Aspekte hervorheben:

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Stell dir vor…

LOB:

Stell dir vor es gebe keine Nationen – vorstellbar

Ursprünglich veröffentlicht auf Jenny´s Blog:

Stell dir vor, es gäbe keine Länder, Das ist nicht so schwer. Nichts, wofür es sich zu töten oder sterben lohnte – Und auch keine Religion.  Stell dir vor, all die Leute Lebten ihr Leben in Frieden.

Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer, Aber, ich bin nicht der einzige! Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein, Und die ganze Welt wird eins sein.  Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz mehr. Ich frage mich, ob du das kannst. Keinen Grund für Habgier oder Hunger, Eine Menschheit in Brüderlichkeit.

Stell dir vor, all die Menschen,
Sie teilten sich die Welt, einfach so!

Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
Aber, ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
Und die ganze Welt wird eins sein.

Quelle: John Lennon


Bitte beachtet die Richtlinien für…

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Kant vs. Kant – Aufklärer & Rassist?

“Es ist hier nicht von Philanthropie, sondern vom Recht die Rede, und da bedeutet Hospitalität das Recht eines Fremdlings, seiner Ankunft auf dem Boden eines andern wegen von diesem nicht feindselig behandelt zu werden. Dieser kann ihn abweisen, wenn es ohne seinen Untergang geschehen kann, so lange er aber auf seinem Platz sich friedlich verhält, ihm nicht feindlich begegnen.”

“(…) ein Besuchsrecht, welches allen Menschen zusteht, sich zur Gesellschaft anzubieten vermöge des Rechts des gemeinschaftlichen Besitzes der Oberfläche der Erde, auf der als Kugelfläche sie sich nicht ins Unendliche zerstreuen können, sondern endlich sich doch nebeneinander dulden müssen, ursprünglich aber niemand an einem Orte der Erde zu sein mehr Recht hat, als der andere?” (“Zum ewigen Frieden”)

versus

“Die Negers von Afrika haben von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege. Herr Hume fordert jedermann auf, ein einziges Beispiel anzuführen, da ein Neger Talente gewiesen habe, und behauptet: daß unter den hunderttausenden von Schwarzen, die aus ihren Ländern anderwärts verführt werden, dennoch nicht ein einziger jemals gefunden worden, der entweder in Kunst oder Wissenschaft, oder irgend einer andern rühmlichen Eigenschaft etwas Großes vorgestellt habe, obgleich unter den Weißen sich beständig welche aus dem niedrigsten Pöbel empor schwingen und durch vorzügliche Gaben in der Welt ein Ansehen erwerben. So wesentlich ist der Unterschied zwischen diesen zwei Menschengeschlechtern, und er scheint eben so groß in Ansehung der Gemüthsfähigkeiten, als der Farbe nach zu sein. Die unter ihnen weit ausgebreitete Religion der Fetische ist vielleicht eine Art von Götzendienst, welcher so tief ins Läppische sinkt, als es nur immer von der menschlichen Natur möglich zu sein scheint. Eine Vogelfeder, ein Kuhhorn, eine Muschel, oder jede andere gemeine Sache, so bald sie durch einige Worte eingeweiht worden, ist ein Gegenstand der Verehrung und der Anrufung in Eidschwüren. Die Schwarzen sind sehr eitel, aber auf Negerart und so plauderhaft, daß sie mit Prügeln auseinander gejagt werden müssen.“(„Beobachtungen über das Gefühl des Schönen und Erhabenen Kapitel V“)

Zwei Textpassagen die aus der Feder von Immanuel Kant (1724-1804) stammen, geschrieben im Jahrhundert des Absolutismus, lange vor Auschwitz. Kant ein viel zitierter Chronist der Vernunft, wenn es einmal wieder darum geht im politischen Diskurs die Vernunft anzumahnen.

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“Königsteiner Schlüssel” – Aufnahmequoten, eine Sachstandsanalyse

Die Zuteilung nach dem “Königsteiner Schlüssel” zu einer der Erstaufnahme-Einrichtungen hängt zum einen ab, von deren aktuellen Kapazitäten, außerdem gelten Aufnahmequoten für die einzelnen Bundesländer. Diese legen fest, welchen Anteil der Asylbewerber jedes Bundesland aufnehmen muss und werden nach dem sogenannten “Königsteiner Schlüssel” festgesetzt. Er wird für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet.

Die Verteilungsquoten fallen für 2015 wie folgt aus, entspr. der Quote pro Bundesland:

Baden-Württemberg 12,97496%
Bayern 15,33048%
Berlin 5,04557%
Brandenburg 3,08092%
Bremen 0,94097%
Hamburg 2,52738%
Hessen 7,31557%
Mecklenburg-Vorpommern 2,04165%
Niedersachsen 9,35696%
Nordrhein-Westfalen 21,24052%
Rheinland-Pfalz 4,83472%
Saarland 1,21566%
Sachsen 5,10067%
Sachsen-Anhalt 2,85771%
Schleswig-Holstein 3,38791%
Thüringen 2,74835%

Nord-Rhein-Westfalen ist das Bundesland mit den meisten Menschen, die als Flüchtling zu uns gekommen sind. Es ist natürlich verführerischer den Worten von Populisten, wie dem MP Seehofer zu lauschen, als sich selbst selbst zu informieren.  MfG aus Westfalen.