Unerträglich

Unerträglich sind diese politisch nasskalten Tage im Februar 2016.
Eine Karikatur macht die Runde, zu sehen ist ein von Gegnern übervoller Boxring (Syria Fight Club); die Fäuste fliegen in alle Richtungen. Wer der aktuelle Gegner von wem ist lässt sich nicht mehr ausmachen. Rebellen vs. Assad vs. IS vs. Kurden vs. Turkei vs. Allianz vs. Russen. Heute die und morgen jene. Die Situation erinnert an die Wirren des 30 jährigen Kriegs in Mitteleuropa.

Unerträglich auch, was ich dieser Tage in den Nachrichten zu hören bekomme und noch unerträglicher ist es, was uns die deutsche Ministerin der Verteidigung im Talk bei Maybritt Illner weiß machen will.

Nicht nur, dass die Ministerin mit einem falschen Brecht Zitaten ihre Unkenntnis unter Beweis stellt, es fehlt ihr auch an dem nötigen Respekt ihren Kritikern gegenüber. Eine Ministerin muss sich in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft gefallen lassen kritisiert zu werden und es ist völlig unangemessen, wenn sie dann kritische Journalisten, wie den UN-Korrospondenten Andreas Zumach als Oberlehrer tituliert – letztlich fällt der Vorwurf auf die Hannoveranerin selbst zurück.

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Helau und Alaaf

Wer hat Angst vorm Karneval? Niemand und wenn, dann laufen wir! Wer kennt das Spiel nicht? Wir spielten es regelmäßig in den unteren Klassen der Mittelschule zum Schluss der Sportstunde.

Es ist mir nicht klar ob im Sengal oder Nigerdelta ein ähnliches Spiel gespielt wird – Wer hat Angst vor dem weißen Mann und wenn, dann laufen wir. Doch es wird ihnen kaum geholfen haben, weil die Häscher der europäischen und arabischen Sklavenhändler sie zu Pferde, mit Schwert und Schießgewehr jagten.

Die Kinderspiele auf der Welt sind ein weites Feld für Studien der Kultur-Anthropologie. So kennen sie in Syrien und im Irak auch das Spiel „stille Post“, hier heißt es dann bloß „kaputtes Telefon“, das Ergebnis ist das Gleiche. Was kommt dabei heraus, wenn man eine Nachricht verschickt? Wie und durch was verändert sie sich? Das Spiel ist ein Lehrstück zur Theorie der Kommunikation. Wir hier halten die Lautstärke und die Arabischen Muttersprachler den technischen Defekt für die Ursache der entstellten Information. Sie schauen auf das Objekt und wir auf das Subjekt!

Es ist immer eine Frage der Perspektive, eine Frage des Point-of-View, was wir sehen und meinen erkennen zu können. Wahrnehmung hat sehr viel mit Illusion zu tun (Rubber hand illusion); sie ist ein Rechenprozess in unserm Kopf, der uns Auskunft darüber gibt, was wir aller Wahrscheinlichkeit nach erwarten. Auch Ängste sind das Ergebnis eines Rechenprozesses, es sind Annahmen, für wie wahrscheinlich wir halten, das bestimmte Ereignisse eintreffen – ob uns nun einer bedroht oder ob er uns Möglichkeiten eröffnet.

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Karneval hat vor niemanden und nichts Respekt

Vor Jahren hieß das Motto des Kölner Karnevals – Jeder Jeck ist anders.
Sind wir nicht alle anders, alle Narren, auch die, die jetzt aus dem Orient zu uns gekommen sind? Narren, nicht nur an diesen 7 Tagen vor Aschermittwoch? Das ganze Leben ist ein Tollhaus, ein Narrenspiel.

Wir sitzen in einem Narrenschiff und glauben gerne selbst, närrischer sind immer die andere. Es ist wieder soweit, der fette Dienstag wartet auf uns und seit Donnerstag sind die „Weiber“ los. Da stürmte das närrische Volk die Ratshäuser entlang des Rheins und lässt die Arbeit ruhen, trägt das närrische Spektakel aus den Sitzungssälen auf die Straße, mit Farbe im Haar und verschmierten Herzen an den Wangen.

Tabus sind zum Brechen da und Respekt haben wir vor keiner Obrigkeit. Wir machen Unsinn und ziehen alles und jeden durch den Kakao, mit Vorliebe die Pfaffen und Großkopferten. Wir machen eine lange Nase all denen, die uns mit ihrer Besserwisserei und ihrer Klugscheißerei drangsalieren. Ob nun in Köln, Mainz oder Düsseldorf. Respekt hat heute keiner, weder vor der Staatsmacht noch vor den Bossen. Wir sind per se anzüglich und keinesfalls zurückhaltend; wir sind schlüpfrig, sexistisch, ironisch und sarkistisch.

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Die Kölner Botschaft

Es folgt die Kölner Botschaft von einem kleinen Schwarm aufrechter Kölner, aus Kultur und Showbusiness, angeführt vom Erzbischof der Stadt. Hilfreich zur Seite stehen ihnen der WDR und die vereinigte Journaille der Stadt, und auch ein Quartett aus Bonn und Düsseldorf sind mit von der Partie. Sie wollen ein Zeichen setzen, gegen sexualisierte Gewalt und Xenophobie.

So weit so gut, würde sich da nicht der Oberhirte – supremum Dominum der mächtigsten Diözese der katholischen Welt zu Wort melden. Die Kölner Erzbischofs und seine Entourage hatte etwas auf dem Herzen, was unbedingt verkündet werden musste, nach der bösen, unwirklichen Nacht am Dom.

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Ein Pläydoyer für die Liberalisierung des Waffenrechts

Die Freiheit wird zum Absurdum.

„Es wäre besser, wir lernten uns zu verändern, als dass wir mit Gewalt verändert werden“ Joachim Maaz 

Im Rahmen der Terrorbekämpfung diskutiert die Regierung die Verschärfung des Waffenrechts. Doch ist die Verschärfung des schon restriktiven Waffenrechts die Antwort auf die gestiegene Gefährdungslage in unserem Land? Ich sage, Nein!

Vielmehr muss ein Tabu fallen, das bisher tunlichst in der Diskussion um die innere Sicherheit ausgespart wurde: die Liberalisierung des Waffenrechts.

Gerade in Zeiten wie diesen, wo die individuelle Unversehrtheit auf öffentlichen Straßen und Plätzen zur Disposition steht; und das Gewaltmonopol des Staates nicht mehr ausreicht, um die Bürger vor Übergriffen marodierender Jugendbanden, mit beschränkten Deutschkenntnissen, zu schützen.

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„Es ist mir egal, ob du sie ertränkst!“

Das wahre Gesicht der EU – Sie spielen mit den Menschen – Sie sind ein Objekt der politischen Auseinandersetzung – Wen wundert es, dass der zuständige EU-Kommissar ein Grieche ist – Dimitris Avramopoulos.

Soll mir doch niemand sagen, hier ginge es um Menschenrechte – Die EU befindet sich in einem radikalen Prozess der politischen Erusion und die Geschwindigkeit, mit der das passiert ist verblüffend –

Hoch bezahlte Beamte bekommen es in einem Jahr nicht hin ein praktikables europäisches Zuwanderungsgesetz auf den Weg zu bringen – aber von jedem EU Bürger verlangen, dass er seine Interessen hinten anstellt, brav seine Steuern und Abgaben entrichtet.

Wenn das EU Parlament nicht mehr Befugnissen bekommt und nicht die Macht hat die EU Kommission aus dem Modus der Untätigkeit zu zwingen, dann wird das nie was mit der EU –

Weltweit gibt es 500 Millionen Menschen die das Deutsche Asylrecht in Anspruch nehmen könnten, die EU sollte anfangen erwachsen zu werden – Unklug, dass sich die Administration Merkel III mit ihrem Alleingang ins Aus manövriert hat!

Wer könnte diese EU aus der Krise führen, welche Persönlichkeit kann sie alle unter einen Schirm stellen? J.Claude Juncker hat versagt – die politische Elite in Europa hat zu hoch gepokert, Dijsselboom und Co haben die Griechen gedemütigt, sie revanchieren sich jetzt mit einer Grenzpolitik die seines Gleichen sucht.

Der Administration Merkel folgt niemand mehr und die Migranten sind der Spielball mit denen hier jongliert wird. Europa bekommt ein arabisch und kurdisch sprechendes „Lumpenproletariat“ und ist nicht bereit die damit verbundene soziale Frage zu lösen – Was ein Armutszeugnis.

griechenlandsolidarität

Am 25. und 26. Januar 2016 trafen sich die EU-Innenminister in Amsterdam. Der griechische Migrationsminister Yiannis Mouzalas berichtete im BBC-Fernsehen, dass die belgischen Regierungsvertreter von ihm gefordert hätten, die Flüchtlinge zurück ins Meer zu befördern, egal ob sie dabei umkommen würden oder nicht.

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Rassismus: Stigmatisierung, Logik und Mengenlehre – gibt es einen Ausweg? @Eierspeisin @huflaikhan

Unbedingt lesen …. I agree absolutely – Die Lösung heißt Selbstreflektion.

Der Sozialdezernent der Stadt Bornheim am Kottenforst hätte auch anders sein Hausrecht wahrnehmen können – z.B. hätte er vorschlagen können, getrennte Schwimmzeiten für bestimmte Mileus einzurichten – So werden wir uns wohl auch darauf einrichten können, wie mit der Zuwanderung aus Afrika und dem Orient die zeitliche und räumliche Geschlachtertrennung wieder salonfähig wird – ein Rückschritt für unser Zusammenleben im öffentlichen Raum.

Differentia

Folgende kurze Berichterstattung der Rheinischen Post vom 15. Januar 2016 ist interessanter als es zunächst scheint. In der Berichterstattung heißt es:

Die Stadt Bornheim bei Bonn verbietet männlichen Flüchtlingen, das städtische Hallenbad zu nutzen. Grund sind Beschwerden über sexuelle Belästigungen. (Herkunft)

Zunächst dürfte klar sein, dass diese Maßnahme gegen geltendes Recht verstößt, dass sie eine klare rassistische und nicht statthafte Maßnahme ist. Denn auch wenn 99.000 männliche Flüchtlinge jeden Tag und unaufhörlich Belästigung betreiben würden, kann man einem einzigen von 100.000 aus diesem Grund nicht den Zutritt zum Schwimmbad verwehren. Das muss nicht weiter erläutert werden. Diese Auffassung wird zwar nur von einer Minderheit der Bevölkerung geteilt, sie gehört nicht zum alltäglichen Standard im Menschenzoo der Gesellschaft, aber es ist klar, auch wenn der niederträchtige Wunsch nach rassistischer Dikriminierung in der Bevölkerung sehr weit verbreitet ist, dass solche Regeln gar nicht statthaft sein können, weil man daraus nur…

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